zeugen seine großen Legate an die gemeinnützigen Werke und an die Bibliothek. Seine Frau,
Barbara Scheuchzer, war die Tochter des Goldschmieds Johannes Scheuchzer-Hirzel, Rats-
und Bauherr und Landvogt zu Baden. Das Paar hatte zwei Töchter, von denen originelle
Porträts als kleine Mädchen im Alter von etwa fünf Jahren vorhanden sind.
Anna Pestaluz heiratete 1713 Hans Conrad Escher zum Pfauen (1687-1756), der später
Quartierhauptmann und Ratsherr wurde. Auch die zweite Tochter, Barbara, kam in die
Familie Escher vom Glas. Ihr Mann war Hans Conrad Escher im oberen Berg (1691-1743),
Zunftmeister zur Meisen, Besitzer des Landgutes «Zur Schipf» in Herrliberg.
Tafel 042 Haus zum Weißen Turm
Als Hans Conrad Pestaluz-Scheuchzer 1737 starb, ging das Haus zur Froschau an seinen
älteren Tochtermann, Ratsherr Hans Conrad Escher (gest. 1756), über, der mit seiner Familie
dort wohnte. Nach ihm übernahmen seine Söhne, Zunftmeister Hans Conrad Escher-von
Muralt (1719-1776) und Johannes Escher-von Muralt (1722-1795) die «Froschau». Im Jahr 1787
besaß der Sohn des ersten, Zunftpfleger Hans Conrad Escher-Werdmüller (1756-1813), die
große «Froschau». Wiederum trat die Familie Pestalozzi in nähere Beziehung zu diesem
Haus, da Ratsherr Johann Jakob Pestaluz (1749-1831) zum Brünneli 1774 die Tochter Hans
Conrad Escher-von Muralts geheiratet hatte. Von der Künstlerhand Freudwylers sind
Familienszenen im Hause zur Froschau festgehalten, auf denen der Kreis des Zunftmeisters
Escher und in ihm auch Ratsherr Pestaluz in der Manier jener Zeit dargestellt ist.
Um jene Zeit kamen die zwei anderen Häuser, die zur «Froschau» gehörten, die «Untere»
und die «Obere Froschau» auf die Gant. Die «Untere Froschau» gehörte dem seit vielen
Jahren abwesenden Heinrich Locher, die «Obere» einer Katharina Orell. Beide waren
bevormundet, und am 29.Januar 1787 versteigerte die Schirmvogtei die zwei Nachbarhäuser
der großen «Froschau». Ratsherr Johann Jakob Pestaluz und sein Schwager Hans Conrad
Escher-Werdmüller taten sich zusammen und kauften die «Obere» und die «Untere