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bis 1840), ein würdiger Nachfolger seines Vaters
191
. Er war weniger künstlerisch veranlagt,
seine 
Tätigkeit ist mehr durch großes Pflichtbewußtsein und Frömmigkeit gekennzeichnet. Als
Kaufmann war er erfolgreich und verstand es, das Geschäft im «Steinbock» durch die
Fährnisse der Revolutions- und Kriegszeiten glücklich hindurchzusteuern. Er war drei Jahre
in Lyon im Hause Delessert ausgebildet worden und kam nachher selbstverständlich nach
Bergamo, wo er aber nur dreiviertel Jahre blieb. Sein Geschäft im «Steinbock» umfaßte die
Fabrikation von Seiden- und Halbseidenstoffen en gros und das Spinnen von Florett, er
handelte mit Seide und Trame.
Tafel 051 - H. Conrad Pestaluz zum Trauben, 1727-1774
Wie zahlreiche Kaufleute seiner Zeit gliederte er seinem Geschäft auch eine Bankabteilung an
und betrieb neben dem eigentlichen Handel auch Bankgeschäfte. Er war für die damalige
Zeit von seltener sozialer Aufgeschlossenheit und ein vorbildlicher Arbeitgeber. So setzte er
sich gegen die weitverbreiteten Mißbräuche ein und forderte 1820 strenge Maßregeln und
Strafen gegen Unternehmer, die ihre Fabrikkinder nicht zur Schule schickten
192
.
Der Öffentlichkeit fühlte er sich, wie die meisten seiner Mitbürger, in mannigfacher Weise
verpflichtet. Zuerst als Offizier. Er war 1779 zum Hauptmann befördert worden.
Als General Moreau 1796 sich der Schweizer Grenze nach aus Süddeutschland zurückzog,
stand er mit seiner Kompagnie an der Grenze. Ihm war der Schutz des jenseits des Rheines
gelegenen Dorfes Dörflingen übertragen. Für die korrekte und gelungene Erfüllung dieses
                                                
191
Seine Biographie im Neujahrsblatt des Waisenhauses Zürich 1843.
192
Albert Hauser, Zur Geschichte der Kinderarbeit in der Schweiz, in Neue Zürcher Zeitung, 15.5.1956.
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