Pfleger der neugegründeten Pfrundanstalt oder als Mitglied der Moralischen Gesellschaft
finden.
Nach dem Tode seiner ersten Frau, Anna Hofmeister, die nach sechsjähriger Ehe im ersten
Wochenbett gestorben war, heiratete er Dorothea Elisabeth Huber, von der er vier weitere
Kinder hatte.
Gottfried Keller soll als junger Mann häufig im Hause zum Steinbock geweilt haben. Der
Dichter verehrte Salomon Pestaluz, den Vater, und Johannes Pestaluz, den Sohn, als
wohlgesinnte Gönner. Wenigstens schrieb er in München aus tiefem Künstlerelend (10. April
1841 an Job. Salom. Hegi):
«...und so bleibt mir keine andere Aussicht, als heimzugehen und Kopist bei Schulthess
im Rech oder bei Pestaluz im Steinbock zu werden oder als ein zweiter Andermatt
in München zu florieren, ohne Zweck, ohne Mittel, ohne Aussicht, und endlich mit
Schulden beladen heimgeputscht zu werden.
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»
Von den Töchtern des Salomon Pestalozzi-Schinz hatte sich die älteste, Dorothea, mit Hans
Conrad Pestaluz aus dem Brünneli (1777-1819) verheiratet, der seinem Schwiegervater im
Amt des Spitalpflegers nachfolgte. Anna Maria war die Gattin des Stiftsverwalters
Archidiakon Hans Rudolf Ulrich.
Die Tochter Johannes Pestalozzis, Anna Dorothea, heiratete Dr. jur. Melchior Römer zur
Trülle (1831-1895), der sich als Politiker um die Stadt Zürich verdient gemacht hat und 1869
bis 1889 Stadtpräsident, überdies Präsident des Kantonsrates und des Nationalrates, war.
Der Sohn Johannes Pestalozzis, Johannes (1837-1907), hatte im Hause zum Steinbock noch
eine Zeitlang ein Seidenhandels- und Bankgeschäft geführt. Nach seiner Heirat mit Aline Ott,
der Tochter des Regierungs- und Stadtrates Friedrich Salomon Ott-Usteri, gab er im Jahre
1877 alle seine Ämter auf. Er war Artilleriemajor und Quästor des Artilleriekollegiums
gewesen. Gleichzeitig liquidierte er auch das Geschäft im «Steinbock», um in Hessen die
Verwaltung der königlichen Domäne Haydau bei Alt-Morschen zu übernehmen. Er wurde
dort königlicher Oberamtmann und als Beamter nach deutschem Recht automatisch
preußischer Staatsangehöriger. Johannes Pestalozzi kandidierte auch -
allerdings erfolglos -
als Reichstagabgeordneter. Daneben blieb er aber gleichwohl Zürcher Bürger.
So war auch dieses Familienhaus «Zum Steinbock» in andere Hände übergegangen, noch
bevor die Altstadt von Zürich ihren behäbig bürgerlichen Charakter verlor.
Pestalozzi im Thalhof
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Der Pfarrer in Dättlikon, Hans Jakob Pestaluz (1676-1751), hatte zwei Söhne hinterlassen, die
beide wieder in die Stadt Zürich zurückgekehrt waren. Der jüngere, Heinrich (1711-1764), war
verehelicht mit Dorothea Meyer, aus dem Geschlecht der «Rosenmeyer», der Tochter des
Amtmanns zu Töß, Hans Jakob Meyer-Gessner. Er wohnte um 1750 im Hause zum
Schwarzen Garten, wo die Ärzte Zürichs ihre Zusammenkünfte hielten und später «hinter
Zeunen», an den Untern Zäunen.
Er amtete als erster Sekretär des Familienverbandes. Die zwei letzten Jahre seines Lebens war
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Briefe Gottfried Kellers, herausgegeben von Cari Helbling, Zürich 1940, S.46 (Brief Gottfried Kellers an Job.
Salomon Hegi, dat. München, 10.4.1841).
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Stammtafel 19A