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Pestalozzi eingeleitet, das, wie auch einzelne der zahlreichen Tischreden, noch vorhanden ist.
Für das nächste Fest, das die Familie im April 1844 wieder im Hotel Baur vereinigte, wurde
beschlossen, «wie bei früheren Anlässen auch für die ihre Herrschaften abholenden
Dienstboten eine etwelche Rekreation zu veranstalten». Es wird aber im Protokoll betont, daß
man unnötigen Prunk vermeiden und den Kredit «weniger auf eine splendide Mahlzeit als
auf andere sogenannte Unterhaltung verwende».
Am 22.Mai 1850 beging die Familie das Fest der hundertjährigen Stiftung des Fonds im
Gasthaus zum Engel in Richterswil. Der zeitgenössische Familienchronist berichtet:
«Von der Witterung begünstigt, war die Fahrt dem reichgeschmückten See entlang eine
genußreiche Einleitung des Festes. Frohsinn und das freundlichste gegenseitige
Wohlgefallen war der Ausdruck der zahlreichen Versammlung, gebildet aus den
verschiedensten Altersstufen und vielfach verschiedenen Lebensverhältnissen. Es war
das lieblichste Bild einer einigen Familie. Die Freude der reichbesetzten Tafel wurde
durch sinnige Trinksprüche erhöht, die zunächst und vorzugsweise dem Andenken an
den edlen Stifter unserer Familienvereinigung und an die würdigen Voreltern und
Eltern ausgebracht wurden, welche mit so großer Liebe und Hingebung diese
Verbindung unter allen Stürmen der Zeit gehegt und gepflegt haben.»
So folgten sich die Reihen der festlichen Zusammenkünfte bis heute nochmals hundert Jahre
lang. 1857 wird der Familienbecher eingeweiht als damals zeitgemäßes Symbol der
Verbundenheit. Besonders eindrucksvoll war das Fest im «Dolder» am 7.Juni 1900, das in
einer hübschen Broschüre für die Teilnehmer zum Andenken beschrieben worden ist. Darin
ist auch eine der witzigen, reizenden Aufführungen wiedergegeben, die der geistvolle
Friedrich Otto Pestalozzi-Junghans zu solchem Anlaß verfaßt und aufgeführt hat. Er läßt
unter dem Titel «Waret und Dichtig, en Familiefest-Traum» eine Reihe historischer
Persönlichkeiten aus der Familiengeschichte zu uns reden.
Verbunde blybi mitenand
I Lieb und Treu, zu Nutz dem Land,
Zu Nutz der Stadt, i Gottes Schutz
Allzyt d Familie Bestelutz.
Wenn auch diese Zusammenkünfte in ihrer festlichen Ausgestaltung seit dem Kriege 1914/18
etwas weniger prunkvoll geworden sind, entsprechend den Einbußen, die der Fonds in
diesen stürmischen Zeiten erlitt, so bilden sie doch heute noch den Anlaß zum persönlichen
Zusammenschluß der großen Familie. Weil diese frohen Anlässe, seien es Ausfahrten auf
dem See oder gesellige Zusammenkünfte, der Gesamtfamilie zum Bedürfnis geworden sind
und alle paar Jahre der Wiederholung rufen, erweist sich, daß der Zusammenhang, der durch
den Fonds geschaffen wurde, nicht nur ein äußerlicher ist, sondern auch ein persönlicher, alle
Glieder, Erwachsene und Kinder, umfassender, und daß die Grundlage einer Großfamilie im
wahren Sinne des Wortes lebendig ist.
Aufschwung im 19.Jahrhundert
Gleichsam als ob mit der sozialen Umwälzung am Ende des l8.Jahrhunderts, als die Fesseln
der alten wirtschaftlichen und politischen Bindungen in der Schweiz gesprengt wurden, auch
bei unserem Geschlecht ein starker Impuls eingesetzt hätte, so wuchs es im aufstrebenden
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