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zweimal verheiratet, beide Frauen waren Engländerinnen. In der Schweiz lebte er
vorübergehend im Welschland, dann in Luzern, um sich schließlich in Brighton in England
niederzulassen. Auch der zweite Sohn, Franziskus Pestalozzi (1854-1930), der Hotelier in
Davos war und später in Lugano lebte, war mit einer Engländerin, Emily Straker verheiratet.
Ihr Sohn, Franziskus Conrad Pestalozzi, wanderte vor dem Ersten Weltkrieg aus und ließ sich
in Perth in Westaustralien nieder. Er machte den ersten Weltkrieg in der Armee seiner neuen
Heimat mit und nahm an der Schlacht in den Dardanellen teil.
Aus der Linie der Pestalozzi vom Steinbock haben sich mehrere Söhne Wilhelm Pestalozzi-
Karbergs in den Vereinigten Staaten niedergelassen und dort ihre Familien gegründet;
während ihr Vetter Adolf Pestalozzi-Zahn als Ingenieur in Kolumbien tätig war.
Joachim Pestalozzi aus der Linie zum Trauben wanderte als Landwirt nach dem Staate
Wisconsin aus.
Im Jahre 1937 endlich haben sich die Brüder Arnold und Andreas Pestalozzi, aus der Linie
vom Wolkenstein, in Sào Paulo, Brasilien, als Ingenieur und Architekt niedergelassen. Später
ist ihnen ihr Vetter, Architekt Walter Pestalozzi, dorthin gefolgt.
So wie das Schweizer Bürgerrecht sich auch im fernen Ausland vom Vater auf die Kinder
vererbt, so wird sich bei diesen fernen Gliedern der Zürcher Familie, mit Namen und
Bürgerrecht, auch das Zugehörigkeitsgefühl zum Geschlechtsverband erhalten.
«Pestaluz» oder «Pestalozzi»?
Noch sei ein Wort über den Familiennamen gesagt. Es war im Jahre 1829, als ein Mitglied der
Familie in der Versammlung des Familienverbandes die Bemerkung machte, es wisse
eigentlich die Familie selbst nicht, wie sie heiße, indem der Name auf mancherlei Art,
nämlich Pestaluz, Pestalutz, Pestaluzz, Pestalozza, Pestalozze, Pestalozzi geschrieben werde.
Die Versammlung faßte den Beschluß, eine Kommission aus jüngeren Mitgliedern zu
bestellen, nämlich J. Leonhard Pestaluz (1786-1864), Oberstlieutenant Pestaluz (Heinrich,
1790-1857) und Direktor Conrad Pestaluz-Hirzel (1793-1860). Diese Kommission sollte sich
mit dieser Frage beschäftigen und beraten, ob und auf welche Art eine größere
Übereinstimmung erhalten werden könne.
Diese Herren erstatteten im folgenden Jahr ihren Bericht. Im Protokoll vom 2.Oktober 1830
lesen wir:
«Es wird ein Gutachten der wegen Schreibung des Pestalozzischen Namens
niedergesetzten Kommission verlesen, welches sich dahin äußert, es zeige schon das
Geschlechtsregister unserer Familie, daß seit jener Zeit, wo sich dieselbe in der hiesigen
Stadt angesiedelt, der ursprünglich italienische Name Pestalozza durch die deutsche
Schreibart auf mannigfache Weise sei verunreinigt worden. Denn schon unser
Stammvater Anton sei davon abgewichen und habe sich Pestalotz geschrieben. Diese
Schreibart bestehe nun gar nicht mehr, dagegen seien sechs andere Arten, diesen Namen
zu schreiben, aufgekommen, nämlich Pestalutz, Pestaluz, Pestaluzz, Pestalozza,
Pestalozze und Pestalozzi, und die Familie wisse nun selbst nicht mehr, so wenig als das
Publikum, zu welchem von diesen Namen sie eigentlich gehöre, währenddem es wegen
der bei einem solchen Gegenstand nötigen Einheit und zur Ausweichung aller für die
Zukunft zu befürchtenden unangenehmen Folgen sehr erwünscht wäre, wenn man sich
auf die Schreibung eines gleichen Geschlechtsnamens, der für alle Sprachen
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