unabänderlich wäre, vereinigen könnte. Die Kommission schlägt die Annahme der
Schreibart Pestalozzi vor, und zwar aus folgenden Gründen:
1.
Man bedient sich derselben bereits in allen Sprachen;
2.
der verdienstvolle Pädagog unsers Geschlechts sei allgemein unter diesem Namen
bekannt;
3.
unsere bündnerischen Geschlechtsverwandten schreiben sich bereits auf diese Art;
4.
komme derselbige dem ursprünglichen Geschlechtsnamen weit näher als die
jetzigen deutschen Schreibarten.
Indessen will die Kommission den älteren Mitgliedern keineswegs zumuten, die
bisherige Art ihrer Namens-Schreibung zu ändern, sondern der Übergang soll nur
allmählig geschehen, und es soll vorzüglich den jüngern bereits die Familien-
Versammlungen besuchenden Familien-Gliedern beliebt werden, sich in Zukunft der
Schreibart
Pestalozzi
zu bedienen, wo hingegen alle noch nicht die
Familienversammlungen besuchenden jüngern Pestalozzischen Familien-Glieder
gehalten sein sollen, sich von jetzt an auf diese Art zu schreiben.»
Die Versammlung stimmte diesen Ansichten und Grundsätzen zu; aber die Beschlußfassung
erfolgte nicht ohne Widerspruch. Gerade die letzte Bestimmung, nach welcher die jüngeren
Söhne gehalten wurden, sich von nun an der Schreibart Pestalozzi zu bedienen, erweckte
Bedenken. Man einigte sich schließlich dahin, daß den Söhnen in ihren jüngeren Jahren
freigestellt sein soll, den Namen Pestalozzi zu gebrauchen oder nicht, hingegen sollen sie von
der Konfirmation an obligatorisch dazu verpflichtet sein, ihren Geschlechtsnamen auf diese
Art zu schreiben.
So ist im Laufe der nächsten Generation die Schreibweise Pestalozzi allgemein eingeführt
worden. Einige wenige Familienglieder haben die frühere Schreibweise Pestaluz noch
beibehalten, die dem zürcherischen Sprachgebrauch entspricht. Der letzte, der sich auch noch
so schrieb, war Ständerat Hans Jakob Pestaluz (1801-1874). Aber auch in der zürcherischen
Gesellschaftssprache ist die alte Form mehr und mehr durch das geschriebene Wortbild
«Pestalozzi» verdrängt worden.
Im Unterschied zum Namen mancher Familie, dessen Schreibweise durch eine Zufälligkeit
bei der Einführung des Zivilstandsregisters festgelegt worden ist, erfolgte bei uns die Wahl
der Namensform durch Beschluß des Geschlechtsverbandes.
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Die folgenden Lebensbilder versuchen zu zeigen, auf welchen Gebieten des öffentlichen
Lebens, der Wissenschaft und Kultur sich die Zürcher Pestalozzi der letzten beiden
Jahrhunderte betätigt haben. Es ist eine Auslese, und jeder Auslese haftet etwas Willkürliches
an. Bei der Vielzahl der Wirkungsgebiete dürfte sich aber am Beispiel dieser Familie auch
zeigen, welcher Art die Probleme waren, die von den letzten Generationen unserer Vorfahren
bewältigt werden mußten, damit die Schweiz zum Bundesstaat, damit Zürich zur Großstadt
werden konnte.