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Tafel 069 – Gottlieb Pestalozzi, 1798-1863, der Enkel Heinrich Pestalozzis
Es war ein Leben voll Entsagung, das die junge Frau auf sich genommen hatte. Eine edlere,
verständnisvollere Gattin hätte sich der Mann, der durch Jahrzehnte von Enttäuschung und
Mißgeschick niedergedrückt wurde, nicht wünschen können.
«Sie hat mich in Armut und Verachtung, im ganzen Mangel der feinen Bildung, in der
sie erzogen worden, geheiratet. Mein unbesonnener Glaube an andere Menschen hat
mich unglücklich gemacht, hat mein und ihr Vermögen, meine und ihre Ehre in der Welt
zugrunde gerichtet. Wir sanken in Armut und Elend. Sie trug Armut und Elend mit mir
mit Geduld und innerer Erhabenheit; mein Ziel war ihr Ziel. Sie gab in der Blüte ihr
Vermögen bis auf ihr Geschmeid für meine Zwecke oder vielmehr für mich hin; denn sie
sah, daß ich meiner Zwecke nicht Meister in allem meinem Tun, nur immer tiefer in
Elend versank. Dennoch hielt sie standhaft aus und freute sich jedes Schimmers von
Hoffnung für mein Glück - sie hatte, sie kannte keine Ehre mehr für sich, nur meine Ehre
war ihre Ehre, nur mein Glück war ihr Glück. Nur mein Elend und mein Scheitern
machte sie elend. - Und wie erhob sie sich wieder, als in Stans und Burgdorf mir eine
neue Sonne des Lebens aufging! Der heiligste Abglanz ihrer Sonne lag in ihrem Herzen;
ich sah ihn leuchten, ich sah ihn brennen wie im dunkeln Gewölbe einer erhabenen
Kirche ein göttliches, ewiges Licht
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Der Ehe war nur ein Kind beschieden, Hans Jakob, «Jakobli», geboren in Mülligen am
                                                
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Ebenda, S.96.
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