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19.August 1770. Seine Geburt hat die Versöhnung mit den Eltern Schulthess herbeigeführt.
VI.
«Retter der Armen auf Neuhof». Im Frühjahr konnte Pestalozzi das von ihm erbaute
Steinhaus «Neuhof» auf dem Birrfeld beziehen. Doch die Kreppkultur war ein Fehlschlag.
Ebenso-wenig Erfolg hatte der städtische Bauer mit der Milchwirtschaft. Voll Würde
verzichtete das Zürcher Bankhaus Schulthess auf sein Kapital. Jetzt trat das Erstaunliche ein,
daß Pestalozzi nicht auf seine landwirtschaftlichen Pläne verzichtete, sondern erst recht seine
innersten Wünsche, einen noch viel weitergehenden Plan, verwirklichte. Er machte den
Neuhof zur Armenanstalt. Sein Ruf wurde gehört. 
Tafel 070 – Heinrich Karl Pestalozzi, 1825-1891, der Urenkel Heinrich Pestalozzis
Die Helvetische Gesellschaft in Schinznach, Gönner aus Zürich, Bern und Basel unterstützten
das neuartige Unternehmen. Er will die Kinder der Armen sammeln, er will sie in seinem
Hause kleiden und unterrichten, er will ihnen den Segen der Arbeit zeigen, er will sie lehren,
daß durch Arbeit auch in drückender Armut die Menschenwürde und die Ruhe des Herzens
erhalten bleibt. Pestalozzi und seine Frau tragen die Mühen des Werks fast ganz allein. Im
Sommer wird auf dem Felde gearbeitet, im Winter in Spinn- und Webstuben. Doch
Kinderarbeit kann nie ein Auskommen bringen. Wiederum brach ein Unternehmen
zusammen. Doch die Frucht dieser schweren Jahre lag an einem andern Orte. Pestalozzi hatte
seine Bestimmung gefunden, tastend war er zur Seele der Kinder des Volkes vorgedrungen.
In Mühe und Arbeit hatte er den Weg zur Bildung dieser Jugend erahnt. - «Selbst im Elend
lernte ich das Elend des Volkes und seine Quellen immer tiefer kennen.»
In jenen Jahren hat Pestalozzi an seiner Schwester, Anna Barbara Pestalozzi (1751—1832), eine
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