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11.Dezember 1254, und Guilhelmus Calcaloza (Pestalozza), der offenbar 1266 noch lebte.
Der nächsten Generation gehören die Kinder des Gubertus Pestalozza sowie Albertus
Calcaloza (Pestalozza) an, der 1266 bereits volljährig ist, da er als Zeuge amtet.
Nach der Überlieferung soll Albertus Pestalozza gegen Ende des Jahrhunderts von
Gravedona nach Chiavenna gezogen sein. Urkundlich steht so viel fest, daß einzelne Glieder
der Familie Beziehungen zu Chiavenna anknüpften und daß im Laufe der späteren
Generationen die Familie dorthin übersiedelte.
Alppächter (A.D. 1297)
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Von Alpen und Alphütten spricht eine andere von den frühen Urkunden, die unser Geschlecht
erwähnen. Sie zeigt, daß im Hochmittelalter auch die vornehmen Familien in den Städten um
den Comersee eng mit der Alpwirtschaft verbunden waren und daß ihr wirtschaftlicher
Rückhalt im Grundbesitz und Viehbestand lag. Es ist eine Verfügung des Richters von Como,
dessen Machtbereich bis zu den Gebirgskämmen des Alpenzugs reichte. In einem Streit
zwischen Georg von Aliasca und der Gemeinde Chiavenna erließ er Anno 1297 eine
Verfügung
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. Sie war gerichtet an Guilhelmus Pestaloza von Gravedona und drei Herren von
Menaggio. Diesen wurde aufgegeben, alles Geld und all den Käse und Ziger
zurückzubehalten, die sie «der Alpen und Hütten » wegen der Gemeinde und den Männern
von Chiavenna abzugeben verpflichtet waren.
Übersetzung:
«1297, am Freitag, den dritten anfangs Juli, schickt Herr Laurentius de Interniele, Konsul
des Gerichts beim Löwen, durch einen Beamten von Como diese Verfügung an Niger de
Traviacha von Menaggio, Guilhelmus Pestaloza von Gravedona, Arnulfus de Loveno
und Otatius de Loveno von Menaggio, daß sie, bei Strafe von 25 neuen Pfund für jeden
Fall, bei sich behalten und sicherstellen sollen alle jene Geldbeträge oder Käse und Ziger,
                                                
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Stammtafel 1
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Biblioteca Comunale Como, Pergamenturkunde im Carteggio Crollalanza 1-2-7 vom 3. (?)Juli 1297.
Abgedruckt bei Pietro Buzzetti, Documenti della Rezia Chiavennasca anteriori al 13 secolo, Como 1903,
Nr.80 unter dem unrichtigen Datum 3.7. 1290. Im Regesto bei Zecchinelli, 5. 155, ist ebenfalls das Datum
3.7.1290 angegeben. Der Originaltext lautet:
«Mcclxxxxvij die veneris tertio intrante Jullio Dominus Laurentius de Internielis (?) Consul de justitia ad
leonem mandat (vel) precipit per quemlibet servitorem Cumarum habens hoc preceptum Nigro de Tra-
viacha (?) de menaxio, Guilelmo Pestaloze de grabadona et Arnulfo de Lovono et Ottatio de Loveno de
Menaxio ut sub penna et banno librarum XXV novarum pro quolibet in se et penes se salvent et salvos et
salva faciant omnes illos denarios seu (formagias et mascarpas) quos habent penes se et dare tenentur
comuni et homnibus de Clavena occaxione fictorum alpium et casinatitarum et quacumque alia de causa et
hec ad partem domini Georgii de Aliasca de Cumis pro debito librarum CCCCLXXXXIIIJ et sold. IIIJ
novorum sortis et eorum... et qui verdoni in denariis, nec sub pacto capitulo aut sine facta defenssione hinc
ad XX dies proximos, alioquin dictus consul de jure procedere possit. Actum Cumis. Die mercurii proxime
subsequenti confirmavit Mafiolus Stopa servitor Cumanus se die dominico sequenti sive nono mensis Jullio
superscripto (domino) Nigro personaliter in burgo de Menaxio et ipsa die suprascriptis Arnulfo et Ottatio
personaliter in burgo de Menaxio et in loco de Levono et die lune proxime preterita fecisse dictum
preceptum personaliter suprascripto Guilelmo in burgo de Grabadona. Ego Fomaxolus notarius legittimus
civitatis et comunis comi scripsi.»
Die Datierung der Urkunde verursachte Schwierigkeiten, weil der 3.Juli 1297 kein Freitag war. Buzzetti
schreibt sie deshalb dem Jahre 1290 zu, was ich für unrichtig halte. Es ist wahrscheinlicher, daß sich der
Schreiber im Tagesdatum geirrt hat als in der Jahreszahl, da der Notar ja das ganze Jahr hindurch alle
Urkunden mit der gleichen Jahreszahl beginnt. Ein genaueres Studium der Urkunde zeigt denn auch, daß
der Fehler im Tagesdatum liegt. Wenn der auf den Freitag, den 3.Juli folgende Sonntag der 9.Juli sein soll,
ist eines der Tagesdaten verschrieben. Die Ungenauigkeit liegt somit nicht in der Jahreszahl. Die Zahl VII
hinter der Jahreszahl MCCLXXXX bedeutet daher nicht die Indiktion, sondern gehört zur Jahreszahl. Die
Urkunde datiert daher aus dem Jahre 1297.
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