Leonhard Pestalozzi, 1786-1864
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Auf einem ganz anderen Gebiet liegt der Beitrag, den Leonhard Pestalozzi dem werdenden
schweizerischen Bundesstaat geleistet hat, auf dem Gebiet der Finanz- und Währungspolitik.
Tafel 074 Leonhard Pestaluz, Bankier, 1786-1864
Geburt und Herkommen bestimmten ihn für den Kaufmannsstand und das Bankwesen. Er
kam am 10.Januar 1786 im Hause zum Steinbock zur Welt als dritter Sohn des angesehenen
Handelsherrn und Bankiers Salomon Pestaluz-Schinz (1753-1840). Schon sein Großvater,
Hans Jakob Pestaluz-Hess (1711-1787), hatte die Firma im «Steinbock» gegründet, die später
von seinem jüngeren Bruder, Johannes Pestalozzi (1799-1847), übernommen wurde. In
diesem behäbigen Bürgerhaus, in dem ein patriarchalischer Geist waltete und unter dem
Einfluß italienischer Geschäftsbeziehungen und musikalischer Interessen eine feine Lebensart
geführt wurde, wuchs Leonhard Pestalozzi neben fünf Brüdern und zwei Schwestern auf. Er
erhielt eine sorgfältige Erziehung und die den gehobenen Handeisgeschlechtern
entsprechende umfassende kaufmännische Ausbildung.
Im Jahre 1811 vermählte sich der junge Kaufmann mit Regula Römer (1791-1881), einer
Cousine der Veronica Römer, die im Jahr zuvor von seinem Bruder Salomon heimgeführt
worden war. Regula war die Tochter des bekannten Obersten Melchior Römer (1744-1828)
zum Küraß. Dieser hatte 1798 die zürcherischen Hilfstruppen kommandiert, welche zum
Schutze Berns gegen die Franzosen aufgeboten worden waren. Er war nach dem
militärischen Versagen der übrigen Hilfstruppen von den Franzosen unter General Brune
ausmanövriert worden, hatte aber einen ehrenvollen Abzug erhalten. Melchior Römer war
Biograph. Notizen im Familienbuch der Familie Pestalozzi Zürich. Neujahrsblatt Musikgesellschaft, Zürich
1882 (Weber, Hans Georg Nägelis bedeutendste Nachfolger), 5. 10.
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Stammtafel 24