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von Berufs wegen Handeisherr im Hause zum oberen Küraßhelm an der Augustinergasse.
Die Mutter der Regula Römer war Frau Regula Römer geb. Pestaluz (1758-1791) aus dem
Steinbock, eine Tante Leonhards. Es hatten sich also Vetter und Cousine geheiratet.
Aus der Ehe Pestalozzi-Römer gingen vier Töchter und ein Sohn hervor. Die älteste Tochter,
Anna Catharina Pestalozzi (1814-1886), wurde die Gattin Melchior Ulrichs (1802-1893), des
Professors an der theologischen Fakultät der Universität Zürich und Präsidents der Zürcher
Hülfsgesellschaft.
Der Sohn Adolf Salomon Pestalozzi (1816-1872) folgte seinem Vater im Bankhause «Leonhard
Pestalozzi» im Seidenhof. Er setzte auch die kunstfreundliche Tradition seines Hauses fort als
Präsident der Zürcher Kunstgesellschaft. Seine Gattin wurde (1853) Magdalena Schulthess
(1831-1893), die Tochter Sensal Ferdinand Schulthess-Wegmanns.
Eine andere Tochter des Ehepaares Pestalozzi-Römer, Anna Maria (1818-1900), wurde von
Oberrichter Friedrich Salomon Pestalozzi vom Wolkenstein (1813-1888) heimgeführt.
Die Tochter Dorothea Luise (1820-1883) blieb unvermählt, während die jüngste, Henriette
(1823-1902), die Gemahlin des Kommandanten Friedrich Schulthess im Rennweg (1816-1881)
wurde.
Seiner Stellung als Familienvater entsprach es, daß Leonhard Pestalozzi in den letzten zehn
Jahren seines Lebens auch die Würde des Seniors in der Gesamtfamilie, die ihm kraft seines
Alters zukam, mit Umsicht versah.
Leonhard Pestalozzi hatte sich schon frühzeitig vom väterlichen Geschäft getrennt und in
einem der Seidenhöfe vor dem Rennwegtor, in der Nähe der heutigen Bahnhofstraße und
somit im Gebiet des jetzigen geschäftlichen Zentrums von Zürich, ein eigenes Bankgeschäft
gegründet. Er genoß bald als Fachmann in Währungsfragen großes Ansehen.
Sein Interesse für das Münzwesen im besondern war schon im Knaben geweckt worden. Sein
Großvater, Johann Jakob Pestaluz-Hess, hatte eine Sammlung römischer Münzen angelegt
und diese zu einer wertvollen finanzgeschichtlichen Rarität geäufnet. Leonhard Pestalozzi
interessierte sich für Finanzgeschichte und Münzwesen und wurde darin eine Autorität.
«Daher bezwecke ich, diesen Gegenstand, mit welchem ich aus Neigung und aus Beruf mich
seit Langem beschäftige, hiermit öffentlich anzuregen und das Interesse dafür zu beleben.»
So schreibt er in seiner ersten Veröffentlichung, betitelt «Beyträge zur Schweizerischen
Münzgeschichte nebst Ansichten über Münzeinheit» (1883). Damals hatte sich die
Tagsatzung wieder einmal bemüht um die eidgenössische Münzeinheit, jedoch, wie
Leonhard Pestalozzi voraussah, zunächst ohne Erfolg. Als Grundlage für die weiteren
währungspolitischen Erörterungen lieferte er die gründliche und sachkundige
schweizerische Münzgeschichte.
In der folgenden Schrift «Über die Landplage der fremden Scheidemünze im Kanton Zürich
und welches das einzig wirksame Mittel sei, sich davon zu befreien» (1838) trat er
leidenschaftlich für die Münzvereinheitlichung ein. Beschwörend ruft er aus:
«Endlich kann ich nicht umhin, meine Überzeugung dahin auszusprechen, daß das
Münzwesen sowohl unsers Kantons als der gesammten Schweiz unmöglich in seinem
gegenwärtigen Zustand bleiben kann. Entweder werden die Kantone einzeln oder
konkordatweise kräftige Maßnahmen ergreifen, um zu irgendeiner festen Ordnung im
Münzwesen zurückzukehren, dann kommt es bei uns wieder besser, oder die Kantone
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