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und führte das neue Gesangbuch ein. Ein ganz besonderes Anliegen war ihm die
Spitalfürsorge für arme Patienten. Er erkannte die Wichtigkeit dieses Dienstes, der heute
einem besonderen Fürsorgedienst übertragen ist. Damals aber war es der Spitalpfarrer, der
die ausgedehnte Korrespondenz mit Armenpflegen und auswärtigen Pfarrämtern führte.
Aus den Ergebnissen seiner Sammlungen unterstützte er arme Patienten, vor allem auch mit
Kleidern, «von denen oftmals die Patienten ganz entblößt waren». Regelmäßig führte er auch
die Christbescherung durch zur Freude der kranken Kinder.
Tafel 080 – Dr. theol. h. c. Carl Pestalozzi, Spitalpfarrer, 1815-1869
Er war auch der erste Betreuer der Spitalbibliothek. Sie stand allerdings noch in ganz be-
scheidenen Anfängen. Um 1850 waren es 164 Gebets- und Erbauungsbücher, 45
Kinderbücher und 178 Bücher verschiedenen Inhalts. Er erreichte einen regelmäßigen Kredit
für die Bibliothek.
Außer dieser aufopfernden Tätigkeit für die Spitalseelsorge fand Carl Pestalozzi noch Zeit,
sich als Historiker und Schriftsteller zu betätigen. Er verfaßte eine umfangreiche Biographie
des Reformators Heinrich Bullinger. Es war ihm dabei nicht um ein abstraktes geschichtliches
Porträt zu tun, wenn auch die getreue Wiedergabe der eigenen Schriften Bullingers im
Vordergrund stand, ihn fesselte vielmehr die Beziehung des Reformators zur Gegenwart.
Über seine Einstellung zum geschichtlichen Stoff gibt das Vorwort Aufschluß:
«... Während Zwingli’s geniale Triebkraft zur Erneuerung der entstellten Kirche den
Anstoß geben mußte, ward Bullinger das geeignete Werkzeug in der Hand des Herrn,
um das Errungene mit Festigkeit zu bewahren, das Angefangene mit Beharrlichkeit und
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