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unerschütterlichem Muthe durchzuführen und zu vollenden. Daher steht Bullinger
unseren gegenwärtigen Verhältnissen weit näher. Ist anerkannter Maßen eine gesunde,
kernhafte Frömmigkeit unserer Zeit vorzüglich vonnöthen, so mag sein fester und durch
die Treue der Gottesworte zugleich so freier Charakter mit seiner Klarheit und Milde
erquickend in die Herzen evangelischer Christen jetziger Zeit hineinleuchten, um
Suchenden zur Förderung im christlichen Leben zu dienen, wohl auch hie und da einen
Arbeiter zum Dienste des Herrn zu ermuthigen, sowie jede Mußestunde, welche ich auf
genauere Erforschung seines Lebens und Wirkens verwandte, mir zur Stärkung wurde
auch für die schwereren Aufgaben des Amtes.»
Später folgte noch eine kürzere Biographie der Zeitgenossen Bullingers, Leo Judae und
Berchtold Haller. Als Anerkennung für diese wissenschaftliche Leistung auf dem Gebiete der
Kirchengeschichte ehrte ihn die Universität mit dem Titel des Doctor theologiae honoris
causa.
Sein Wunsch aber, Seelsorger einer Pfarrgemeinde zu werden, blieb ihm versagt.
Carl Pestalozzi starb am 11.November 1869, indem sich an ihm das Schicksal seines
Großvaters und Vaters zum drittenmal und zugleich zum letztenmal erfüllte. Seine
aufopfernde Fürsorge für die Leidenden, aber auch sein geschichtliches Interesse fanden in
seinen Söhnen und einzelnen Enkeln neuen Ausdruck
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Rudolf Alexander Pestalozzi-Wiser, 1815-1895
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Rudolf Alexander Pestalozzi wurde am 5.Februar 1815 im Pfarrhaus zu Niederweningen im
Wehntal geboren. Seit zwei Menschenaltern hatte sich der Zweig der Pestalozzi zum
Mohrenkönig von der Stadt Zürich mehr und mehr gelöst, denn seine einzigen Träger waren
Landgeistliche geworden. Doch nach dem frühen Tod des Vaters, Pfarrer Johann Martin
Pestalozzi (1781-1824), zog die Mutter, Frau Anna Magdalena Pestalozzi-von Orelli (1782-
1868), mit ihren beiden Kindern, einer Tochter und einem Sohn, wieder in die Vaterstadt. So
hat Rudolf Alexander Pestalozzi seine Jugend teils im Pfarrhaus im Wehntal, teils im Haus
zum Bilgerischiff an der Schifflände in Zürich verlebt. Seine Ausbildung erhielt er in dem
einfachen, aber angesehenen Erziehungsinstitut Hüni in Horgen; seine Kaufmannslehre
machte er in einem Zürcher Handeishaus, um sich später in der Schweizerfirma Schnell,
Griot & Co. in Triest weiterzubilden. In die Vaterstadt zurückgekehrt, bekleidete er zunächst
eine Korrespondentenstelle in der Seidenfirma Hans Conrad Pestalozzi & Söhne.
Im Jahre 1841 vermählte er sich mit Emilie Wiser (1818-1882). Sie war die Tochter des
Eisenhändlers Heinrich Wiser-Balber (1787-1879), der sein Eisengeschäft auf dem Münsterhof
im Haus zur Farb betrieb, wo vordem die Seidenfirma Frey & Pestalozzi (später im
«Thalhof») gehaust hatte. Die Eisenhandlung, die später unter der Firma «Gebrüder
Pestalozzi» und «Pestalozzi & Co.» zu hohem Ansehen gelangt ist, war schon 1788 von
Johann David Wiser, dem Vater Heinrich Wiser-Balbers, gegründet worden. Dieser bot
seinem Schwiegersohn Rudolf Alexander Pestalozzi 1850 den Eintritt in die Firma an.
Ungefähr um jene Zeit begann für dieses alte Eisengeschäft eine neue Epoche, denn mit dem
                                                
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Spitalpfarrer Dr. theol. h. c. Carl Pestalozzi:
J. Ten Doornkaat, Geschichte des Spitalpfarramtes, in Zürcher Spitalgeschichte, 1951, Bd. II, S.543-546.
Zürcher Pfarrerbuch, 1953, S.465. Veröffentlichungen C. Pestalozzis, H. Bullingers Leben und ausgewählte
Schriften, 1858 - Berthold Haller, 1861.
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Stammtafel 29
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