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1873) und in der engeren Schulpflege (1861-1868). In diesen Behörden vertrat er die
konservative Richtung. Seiner politischen Auffassung hat er auch in dichterischer Form, so in
dem «Sylvestergedanken eines unabhängigen Staatsbürgers» (1868) Ausdruck verliehen.
Dem von der Evangelischen Gesellschaft ins Leben gerufenen allgemeinen Armenverein
stand er als Präsident vor. Freude an der Kunst und Sammlerlust ließen ihn auch ein
geschätztes Mitglied der Künstlergesellschaft werden. Es gehört zum Bild dieses
imponierenden und geistvollen Kaufmannes jener glücklichen Epoche, daß sein Interesse
und Verständnis weit über das Geschäftliche hinausreichte. Und seine Söhne und Enkel - vor
allem Friedrich Otto Pestalozzi - sind ihm nicht nur im Geschäft ebenbürtige Erben, sondern
auch in der Weite des Horizontes und der Lebensinteressen würdige Nachfolger geworden.
Im Jahre 1884 überließ Rudolf Alexander Pestalozzi seinen Söhnen die Geschäftsleitung. Das
vom Schwiegervater ererbte «Guetli» in der Enge wurde nun für die Sommermonate auch
sein Aufenthalt, das Haus zur Farb auf dem Münsterhof sein Winterquartier. Er war auch
Senior der Gesamtfamilie, und seine gemütliche, stets mit etwas Salz gewürzte und doch von
ungesuchter Würde getragene Art, sein Interesse an allen Familiengliedern und seine
Unterhaltungsgabe machten ihn zu der Stelle des patriarchalischen Familienhauptes
besonders geeignet und sicherten ihm die allgemeine Anhänglichkeit. Bis zu seinem Tode am
3.Februar 1895, wenige Tage vor seinem achtzigsten Geburtstage, blieb er auch im Hause am
Münsterhof, wie vor ihm sein Schwiegervater, geliebter Familienmittelpunkt
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.
Heinrich Karl Pestalozzi, professor, stadtrat und oberst, 1825-1891
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Der Urenkel und letzte direkte Nachkomme des großen Heinrich Pestalozzi war am 4.Mai
1825 zur Welt gekommen; in seinen ersten zwei Lebensjahren hat auf ihm noch der Blick
seines Urgroßvaters geruht, der seinen Lebensabend bei seinem Enkel Gottlieb auf dem
«Neuhof» verbrachte. Dieses Gut bewarb Gottlieb Pestalozzi (1798-1863) mit seiner Frau
Catharina Schmid (? 1853), der Schwester des letzten getreusten Mitarbeiters in Yverdon. Sie
ließen ihrem einzigen Sohn Heinrich eine sorgfältige Ausbildung zuteil werden. Er genoß
den ersten Unterricht auf Schloß Lenzburg und wurde hernach auf das Gymnasium nach
Zürich geschickt; ein Beweis dafür, daß die Bindungen der Familie Heinrich Pestalozzis mit
seiner Heimatstadt nie ganz abgerissen sind.
Schon in recht jungen Jahren entschloß er sich zum Studium der Ingenieurwissenschaft. Auf
den polytechnischen Schulen in Karlsruhe und Wien holte er sich 1840 bis 1845 das
wissenschaftliche Rüstzeug. In die Heimat zurückgekehrt, beteiligte er sich als einer der
ersten unter der Leitung von Professor Joh. Wild (1814-1894) an der Aufnahme der
topographischen Karte des Kantons Zürich. Dann leitete er die damaligen Qualbauten an der
Limmat. Bald aber wurde auch er von der im raschen Wachsen begriffenen Eisenbahn
beansprucht, die damals so manchem tüchtigen Ingenieur ein dankbares Arbeitsfeld bot. Er
arbeitete an der Linie Zürich-Romanshorn und im Kanton Neuenburg.
Im April 1856 wurde er als Hilfslehrer der Ingenieurwissenschaft ans Polytechnikum berufen.
Hier wirkte er als Lehrer während fünfunddreißig Jahren. Schon 1864 wurde er zum
Titularprofessor ernannt. Er leitete mit Professor Wild die Konstruktionsübungen und
                                                
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Rudolf Alexander Pestalozzi:
150 Jahre Eisen, Festschrift Pestalozzi & Co., Zürich 1938. In Memoriam, Erinnerungen an Rud. Alexander
Pestalozzi, von F. O. Pestalozzi, Zürich 1895. Himmelan, Erinnerung an unsere liebe Mutter (Frau
Pestalozzi-Wiser), 1887.
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Stammtafel 20
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