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positiven Richtung des Elternhauses bestärkt. Nach vorzüglich bestandenem
propädeutischem Examen bezog er die Universität Tübingen. Er empfing dort starke
Eindrücke von Professor Beck, ohne jedoch sein unbedingter Schüler zu werden, und freute
sich, wiewohl keiner Verbindung angehörend, des fröhlichen Studentenlebens und der
schönen Natur in dem anmutig gelegenen schwäbischen Universitätsstädtchen. Am
nachhaltigsten wurde er wohl -
auch in seiner ethisch-politischen Weltanschauung - durch
Friedrich Julius Stahl in Berlin beeinflußt. Er fand dort namentlich in Hofprediger Kögel sein
künftiges Predigervorbild.
Tafel 083 – Emilie Pestalozzi-Wiser, 1818-1882, und Tochter Nanny, 1851-1934
Wir folgen im wesentlichen den Aufzeichnungen seines Bruders F. O. Pestalozzi im
Familienbuch.
1866 bestand Ludwig Pestalozzi - wiederum ehrenvoll - sein Kandidatenexamen, verbrachte
ein glückliches Kandidatsjahr in Andelfingen und kam dann 1867, als Vikar seines früh
leidend gewordenen Onkels, Johann Jakob Hess-Wiser (1813-1876), ans Großmünster in
Zürich, das ihm zum Hauptwirkungskreis seines Lebens wurde. Nach dem Rücktritt von
Pfarrer Hess, 1871, wählte ihn die Gemeinde zum Nachfolger seines Onkels. 1896 feierte er,
zugleich mit seinem Kollegen Georg Finsler (1819-1899), dem letzten Antistes der Zürcher
Kirche, sein fünfundzwanzigstes Amtsjubiläum. Und als er 1909 starb, lagen volle
zweiundvierzig arbeitsreiche Dienstjahre an der gleichen Kirche hinter ihm.
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