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entfaltete. Als Mitglied des Zentralkomitees redigierte er eine große Zahl der Kundgebungen
des Vereins. Er war regelmäßiger Korrespondent der «Allgemeinen Schweizer Zeitung» in
Basel und während voller dreiundreißig Jahre Herausgeber der kleinen, gratis verbreiteten
«Schweizerblätter», die erst ihren Abschluß fanden, als der Redaktor das siebzigste Altersjahr
erreicht hatte und die letzte der Sektionen des Vereins neuen politischen Gebilden hatte Platz
machen müssen. In zahlreichen Fragen der eidgenössischen Politik hat Otto Pestalozzi hier
zum Wort gegriffen; es sei nur an sein Eintreten gegen die Verstaatlichung der Eisenbahn
(Rückkaufsgesetz 1898) erinnert.
Tafel 085 – Dr. phil. h.c. Friedrich Otto Pestalozzi, 1846-1940
Daneben bekleidete er 1878 bis 1887 das Amt eines belgischen Konsuls in Zürich, wofür er bei
seinem Rücktritt den belgischen Leopoldsorden erhielt.
1889 führte er den Erwerb der «Zürcher Freitagszeitung» und ihre Umgestaltung zum Organ
der kleinen, religiös orientierten Gruppe zürcherischer Konservativer durch, präsidierte das
Redaktionskomitee und war ein eifriger Mitarbeiter des Blattes, bis dieses nach Ausbruch des
Weltkrieges 1914 zu erscheinen aufhörte. «Aber», so schreibt er von sich selber, «an der
Spitze dieser Verbände ist Pestalozzi eigentlich nur aus Pflichtgefühl, nicht aus Neigung oder
gar politischem Ehrgeiz geblieben. Sein Hauptinteresse galt — namentlich in späteren Jahren
mehr den ethischen Fragen und den Bestrebungen zur Hebung der sittlichen
Lebensführung unseres Volkes im weitesten Sinne dieses Begriffes.»
Seinen Leistungen auf politischem Gebiet stellte Otto Pestalozzi noch bedeutendere
Leistungen auf kulturellem Gebiet, im Felde der Geschichte und der Kunst zur Seite. Auch
diese Leistungen sind seiner Liebe zur Heimat und zur Vaterstadt entsprungen.
Zuerst ist seiner Initiative die Wiederaufnahme der jährlichen Herausgabe des «Zürcher
Taschenbuches» zu danken, dessen Redaktion er 1878 bis 1882 führte und dem er auch später
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