Von seinen Söhnen hat der jüngere, Dr. phil. Ernst Theodor (1889-1936), als Gymnasiallehrer
die kulturhistorischen Interessen weiterverfolgt und eine dreibändige «Kulturgeschichte des
Kantons Schaffhausen» herausgegeben, während der ältere das Geschäft Pestalozzi & Co. am
Münsterhof übernommen hat
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Stadtpräsident Hans Pestalozzi, 1848-1909
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Der erste Stadtpräsident der Großstadt Zürich, Hans Pestalozzi, stammte aus der Linie zum
Brünneli. Des letzten Besitzers unseres Stammhauses, Johann Conrad Pestaluz-Hirzel (1745-
1838), zweiter Sohn, Hans Conrad Pestaluz-Pestaluz (1777-1819), hatte drei Söhne gehabt.
Der jüngste dieser drei, Salomon Pestalozzi (1812-1886), ein fein gebildeter Mann mit weiten
Interessen, war Inhaber eines Rohseidengeschäftes. Er wohnte mit seiner Familie in dem
schönen, alten Patrizierhause zum Hinteren Pelikan. Seine Frau, Cleophea Margaretha Hirzel
(1819 bis 1881), war eine lebhafte, gesellige Dame. In diesem Kreis, der allen kulturellen
Bestrebungen aufgeschlossen und der vor allem der Musik ergeben war - spielte doch der
Vater im Orchester der Musikgesellschaft in den von Richard Wagner dirigierten Konzerten
die Flöte -‚ wurde Hans Conrad Pestalozzi am 2.Juli 1848 als jüngster von vier Geschwistern
geboren.
Schon früh entschied er sich für den Beruf des Architekten; so trat er von der vierten Klasse
des Zürcher Gymnasiums an die Obere Industrieschule über, an der damals einige ganz
hervorragende Lehrer wirkten. Danach durchlief er die Architekturschule des
Eidgenössischen Polytechnikums. Hier war es Gottfried Semper, der auf seinen begabten
Schüler den tiefsten Eindruck ausübte. Daneben haben die Professoren Kinkel und Julius
Stadler nachhaltig gewirkt.
Nachdem Pestalozzi 1868 das Diplom als Architekt erworben hatte, leistete er seinen
Militärdienst. Er wurde 1869 zum Unterleutnant der Artillerie befördert und durchlief bei
dieser Waffengattung die einem Milizoffizier offene Stufenleiter. Als Hauptmann (1878)
kommandierte er die Feldbatterie 47, als Major das Artillerieregiment I/VII. 1895 wurde er
schließlich zum Oberst befördert, in welchem Grad er Artilleriechef des III. Armeekorps war.
Er veröffentlichte in einer Reihe von Neujahrsblättern der Feuerwerksgesellschaft die
«Chronik der schweizerischen Artillerie der Gegenwart».
Fünf Wanderjahre führten den jungen Architekten nach Paris und Wien, wo er nach einer
Studienreise in Italien im Büro seines verehrten Lehrers Professor Semper Anstellung fand.
Nach einem längeren Aufenthalt in Rom kehrte er in die Vaterstadt zurück, um sein eigenes
Architekturbüro einzurichten. Er hat eine Reihe von Privathäusern erbaut, wobei er die
klassischen Formen bevorzugte.
Im Jahre 1876 verheiratete sich Hans Pestalozzi mit Maria Wilhelmine Stadler (1853-1941),
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Dr. h. c. Friedrich Otto Pestalozzi:
Selbstverfaßte Notizen für das Familienbuch. Zürcher Taschenbuch 1941, S. 16 (persönliche
Aufzeichnungen Dr. F. O. Pestalozzis von 1914 und Verzeichnis seiner Veröffentlichungen). Ansprachen,
gehalten an der Trauerfeier für Dr. F. O. Pestalozzi, Zürich 1940. Zürcher Taschenbuch 1937, Herrn Dr. F.
O. Pestalozzi zur 90. Geburtstagsfeier als Festgabe gewidmet. E. Eidenbenz-Pestalozzi, Friedrich Otto
Pestalozzi, Neujahrsblatt zum Besten des Waisenhauses, Zürich 1952. 150 Jahre Eisen, Festschrift der Firma
Pestalozzi & Co., Zürich 1938. Neue Zürcher Zeitung, 1940, Nr.55 und 71. Zürcher Monatschronik, 1940,
Nr.3/4, S.35-37.
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Stammtafel 25