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Linien sich auf die Schreibweise «Pestalozza» oder «Pestalozzi» festzulegen.
Ghibellinen
Um die Wende des 13.Jahrhunderts wurden die Gemeinden von Ober- und Mittelitalien
durch heftige Parteikämpfe zerrissen. Seit der Zeit der Italienzüge der Kaiser mischten sich
die aufstrebenden Kommunen in die Auseinandersetzungen der Fürsten. In Italien zuerst
von allen Ländern Europas waren es die republikanisch organisierten Gemeinwesen, die den
Lauf der Geschichte bestimmten. Dort steigerte sich die politische Auseinandersetzung der
Bürger zur Leidenschaft. Wohl führten in den großen und kleinen Städten die um die Macht
ringenden Parteien noch die Namen rivalisierender Fürstenhäuser: Guelfen und Ghibellinen -
Welfen und Waiblingen. Wohl suchten sie die Verbindung mit den entsprechenden Parteien
anderer Städte, zumeist war es aber an jedem Ort nichts anderes als die Auseinandersetzung
lokaler Parteien.
In Como waren es die Vitani und die Rusconi, welche die Parteien führten. In den Orten um
den Comersee und im Veltlin wurden die Kämpfe im Schatten dieser mächtigen Familien
geführt. Der Kampf um die Macht wurde immer wieder mit dem Schwert ausgetragen und
war blutig.
Tafel 005 – Eingang zum Baptisterium, vom Ende des 12.Jahrhunderts.
Nach der Überlieferung gehörte das Geschlecht der Pestalozzi zu den Ghibellinen, deren
Haupt die Rusconi in Como und Matteo Visconti in Mailand waren. Um die Mitte des
13.Jahrhunderts hatte die Partei der Ghibellinen in Gravedona, der alten Heimat der
Pestalozzi, die Oberhand. Darüber, wie es zum Auszug der ghibellinisch gesinnten Familien
aus Gravedona kam, weiß der Chronist
12
mit etlichen Ausschmückungen das Folgende zu
erzählen:
                                                
12
Gaspare Rebuschini, Storia del Lago di Como, Milano 1822, Bd. 1, S.242. Giuseppe Stampa, Notizie storiche
intorno al Comune di Gravedona, Milano 1865, S. 92.
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