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von Chiavenna nach Wien heimreisen könne.
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Im Dienste verschiedener Fürsten
Im 17.Jahrhundert sind noch mindestens drei andere Pestalozzi aus Chiavenna in fremden
Heeresdienst gezogen.
Im ewigen Frieden vom 3.September 1639 hatten die Drei Bünde dem König von Spanien
erlaubt, ein Regiment Infanterie anzuwerben. Im Auftrage des spanischen Vizekönigs in
Neapel, Don Rodrigo Ponce de Leon, Herzog von Arcos, ging der spanische Gesandte in der
Schweiz, Francesco Casate, zu Beginn des Jahres 1647 daran, das Regiment aufzustellen. Zum
Hauptmann einer der Kompagnien von hundert Mann ernannte er Ottavio Pestalozza
(Stammtafel 17). In dem Ernennungsschreiben wird auf die militärische Erfahrung des
Hauptmanns hingewiesen wie auch darauf, daß er seit Beginn der Verhandlungen geholfen
hatte, die Werbung spanischer Truppen zu unterstützen. Das Kommando des Regiments
hatte Oberst Christoph Rosenroll, dem wir bei der berühmten Pestalozzischen Hochzeitsfeier
in Chur begegnet sind (S. 70). Die Verfügung über die Truppen stand dem Vizekönig von
Neapel zu. Ottavio Pestalozza war der Sohn eines anderen Ottavio aus der Linie der Luna
und der Claudia Pellizari. Sein Vater war früh gestorben. Die Mutter hatte ihn 1626/27 in
Basel studieren lassen. Er gehörte also damals noch der evangelischen Gemeinde an wie sein
Bruder, der Stammvater der Churer Linie, der zeitweise in französischen Diensten stand.
Ottavios Dienstzeit im spanischen Bündnerregiment fällt in das letzte Jahr des
Dreißigjährigen Krieges und in die Zeit des Aufstandes des Diktators Masaniello in Neapel.
Wie weit er mit seiner Kompagnie gezogen ist, wissen wir nicht. Er scheint 1656 oder 1657
gestorben zu sein, denn die zu seinen Ehren bei San Lorenzo errichtete Marmortafel von 1657
ist offenbar nicht von ihm selbst, sondern aus einem testamentarischen Vermächtnis gestiftet
worden
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.
Ein anderer Berufsoffizier hatte durch eine Reihe von Jahren während des Dreißigjährigen
Krieges in Deutschland in kaiserlichen Diensten und in Diensten des Königs von Spanien
gestanden. Es war Filippo Pestalozza, Sohn eines andern Filippo (aus der Linie Pestalozza de
Filippi) (Stammtafel 16). Seit 1647 focht er in verschiedenen Chargen im Heere des
Großherzogs von Toscana. Dieser stellte ihm nach vierzehnjähriger Dienstzeit unter seinen
Fahnen das Zeugnis der «Treue, Tapferkeit und Kriegserfahrung, erprobt in vielen Aktionen»
aus. Er kommandierte 1661 eine Kavallerieschwadron, die in Grosseto stationiert war. In
diesem Jahr ernannte ihn der Großherzog Ferdinand II. von Toscana zum Gouverneur der
Stadt Grosseto und zum dortigen Militärkommandanten sowie zum «Capitano di quella
Banda». Ums Jahr 1666 stand die Republik Venedig in schweren Kämpfen mit den Türken
um den Besitz der levantinischen Inseln und Dalmatiens. Die Republik ersuchte die
italienischen Fürsten um Hilfeleistung. Auch der Großherzog von Toscana entsprach dem
Hilferuf und stellte dem Dogen vierhundert Mann Infanterie zur Verfügung. Das Kommando
über dieses Kontingent, das in drei Kompagnien eingeteilt war, übertrug er dem Gouverneur
von Grosseto, Filippo Pestalozza, mit dem Grade eines Majors. Dieser hat sich dann
ausgezeichnet bei der Verteidigung von Gandia, als jene Stadt von den Türken belagert
wurde. Kommandant jener Festung war übrigens Johann Rudolf Werdmüller von Zürich als
                                                
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Staatsarchiv Graubünden, Chur, Bundestagsprotokolle, Bd. 10, S.79, vorn 22.7.1620.
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Abschrift des vorn Gesandten Francesco Casate ausgestellten Hauptmannpatents, 8.3.1647, im
Familienarchiv Zürich. J. R. Truog, Die Bündner Studenten in Basel von 1460 bis 1700, im Jahresbericht der
histor.-antiquar. Gesellschaft von Graubünden 1938.
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