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General in venezianischen Diensten.
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Ebenfalls dem Dreißigjährigen Krieg und ebenfalls kaiserlichem und toscanischem Dienste
gehörte Paolo Pestalozza (? 1655) an. Er war der Sohn des Gulielmo aus der Linie der
Pestalozzi-Porrettini (Stammtafel 7). Achtzehn Jahre lang, ungefähr von 1625 an, kämpfte er
in den Reihen der kaiserlichen Armee. Er stieg die militärische Stufenleiter empor vom
Hauptmann zum Generaladjutant und bis zum Grade des Obersten. Sein Avancement
verdiente er sich auf dem Schlachtfeld, so im Jahre 1639 in Flandern und hernach am 19.Juni
1641 in der Schlacht von Wolfenbüttel, wo er beim Sturm auf den Feind verwundet wurde. In
jener Schlacht blieben die Schweden gegen das kaiserliche Heer zwar Sieger, mußten aber
später die Belagerung der Stadt aufgeben. Auch in der grausamen Schlacht bei Leipzig am
1.November 1642, in der das kaiserliche Heer von den Schweden unter Torstensson (Lennart
Graf Torstensson 1603-1651) geschlagen und die Gefangenen durch den Henker dezimiert
wurden, hat Oberst Paolo Pestalozza Wunden für seinen Kriegsherrn davongetragen. Kurz
darauf trat auch er in großherzoglich-toscanische Dienste. Zunächst erhielt er ein
Infanteriekommando in Italien. Er wurde aber schon 1645 vom Großherzog von Toscana zum
Gouverneur und Militärkommandanten der Stadt Fivizzano ernannt. Gleichzeitig wurde er
Gouverneur über jenes ganze Gebiet von Castiglione-Terziere und Kastellan von Lusuolo in
der Provinz Lunigiana (die ihren Namen nach der versunkenen altrömischen Stadt Luna hat).
Paolo Pestalozza übte die Regierungs- und Kommandogewalt über jenen Militärbezirk zehn
Jahre aus. Er ist 1655 gestorben und in seiner Residenzstadt Fivizzano begraben.
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Da er keine Kinder hatte, bestimmte er testamentarisch als seine Erben drei Glieder der
Familie aus der Linie der Pestalozza de Luna. Er vermachte 3000 Scudi zur Verschönerung
der Familienkapelle zu San Lorenzo in Chiavenna. An ihn erinnert das kunstvolle
Bronzerelief, das mit einem Krieger in voller Rüstung mit Kriegsemblemen und einer
eleganten Darstellung des Familienwappens geschmückt ist, mit der Inschrift:
« Sacellum hoc a nobili Familia de Pestalotiis
Conditum illust. D. Paulus a Pestalotiis, copiarum
Caesarear. Colonellus atq. Magni Hetruriae Ducis civitatis
Vivizani (in qua sepultus jacet) totiusque Provinciae Lunigianae
Gubernator, trium millium scutor Ligato, perficiendum
exornandum atque decorandum curavit.
D.D.Jo.Bapta, Caesar et Octavius Pestalotii de Luna
Haeredes testamentarii, in memoriae et gratae
observantiae signum posuerunt.
Anno Salutis MDCLVII»
Damit sind wir wieder von den Heerstraßen Italiens zum Ausgangspunkt Chiavenna
zurückgekehrt.
Der zoll zu Cleven
Das wichtigste und einträglichste landesherrliche Privileg war der «Zoll», das Recht, von
allen durchgehenden Waren Abgaben zu erheben.
Zu Ende des Mittelalters hatten die Pestalozzi diese Zollrechte in ihren Besitz gebracht. Der
                                                
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Abschrift der Erinnerungsurkunde zum Gouverneur von Grosseto, 1.10.1661, und der Erinnerungsurkunde
von 1666, im Familienarchiv Zürich.
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Abschrift der Erinnerungsurkunde zum Gouverneur von Fivizzano, 1645, im Familienarchiv Zürich.
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