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 295
niedergelassen. Er hatte zwei Söhne, Pietro und Pietro Antonio
474
.
Der fleißige Zürcher Familienforscher des l8.Jahrhunderts, Ehrhard Dürsteler, weiß von einer
weiteren Familie Pestaluz in Wien zu berichten. Seine kleine Stammtafel sei kuriositätshalber
hieher gesetzt:
«Die Pestaluzzi von Wien»
475
Philip Pestaluz
? 1526
Philip Pestaluz
? im 5ten Jahr
Elisabeth Pestaluz
? aet. 17
Christoff Pestaluz
? 1603
?
Ulrich Cristian
Pestaluz
? 1504
einziger Sohn
General-Lieut. N.
Pestaluzen
?
Rudolf Pestaluz
? 1539
Hat sich in der
Schweiz
vermählet
?
Antoni Pestaluz
? im 2ten Jahr
?
Carl  Pestaluz
? Als Gouverneur
in Brabant A. 1696
Emeric Pestaluz
kais. königl.
General-
Feldzeug-Meister
? 1741
Dokumentarische Nachweise eines solchen Familienzweiges haben sich bisher nicht
gefunden. Es dürfte sich daher um eine Verwechslung des Zürcher Genealogen handeln.
Tatsache ist dagegen, daß ein Familienzweig im 17.Jahrhundert in der Kaiserstadt Wurzel
geschlagen und eine bedeutende Stellung errungen hat.
Die Familie Pestalozza, welche sich für längere Zeit in Wien niedergelassen und dort in
Handelskreisen zeitweise großen Einfluß hatte, stammt ab von Paulus Pestalozza de Luna.
«Dem die Welt ein stiefmutter war...»
So fängt die Inschrifte an auf der Marmortafel in der Kirche zu Soglio auf der Anhöhe hoch
über dem Bergeli.
Cui mundus noverca et
coelum patria
Nobili viri parenti piissimo
Paulo Pestalozi de Luna
de novendecim cum prae-
mortua castissima coniuge
Aemilia de Pellizariis
susceptis liberis
superstites
paternae simul beneflcentiae
et inculpatae adversitatis
memores ponere
Anno salutis MDCXLV.
Wörtlich:
Dem die Welt eine Stiefmutter war
und der Himmel das Vaterland
Dem edlen Mann und frömmsten Vater
Paul Pestalozzi de Luna
haben von den neunzehn Kindern,
die er mit der vorverstorbenen keuschesten Gattin
Emilia von Pellizari
erzeugte, die Überlebenden
im Gedenken an die väterliche Freigebigkeit
und an sein unverschuldetes, widriges Geschick,
(diese Tafel) errichtet
im Jahre des Heils 1645.
                                                
474
Familienarchiv Zürich, Stammbaum von 1659.
475
Zentralbibliothek Zürich, Manuskript E 95.
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