birkenfeldischen Hofmarschall Freiherr von Massenbach, die dritte, Friederike, den
kurfürstlich-trierschen Kammerherrn Freiherrn von Schenk zu Schweinsberg geheiratet;
während die jüngste, Karoline, dem kaiserlich-königlich österreichischen Major Ritter von
Paheau vermählt war
569
.
Der älteste Sohn, Karl Ludwig Graf von Pestalozza (a 1779), war in den Malteser Ritterorden
aufgenommen worden. Der zweite, Josef Graf von Pestalozza (1784-1855), ergriff die
Offizierslaufbahn. Da er in bayrischen Diensten keine zusagende Offiziersstelle erhielt, trat er
in kaiserlichen Dienst. 1802 wurde er Fähnrich und machte 1805 die Feldzüge des dritten
Koalitionskrieges mit. Im März 1808 erfolgte seine Ernennung zum Leutnant. Sein Verhalten
vor dem Feind wurde als «ausgezeichnet tapfer» bezeichnet. Er nahm unter dem genialen
Feldherrn Erzherzog Karl am 22.April 1809 am Treffen von Eckmühl (in der Nähe von
Regensburg) teil. Auf der gegnerischen Seite führte ein noch größerer Feldherr, Napoleon,
der sich später dieser Schlacht rühmte: «Die größten militärischen Manöver, welche ich
jemals gemacht habe und für welche ich mich am höchsten schätze, haben bei Eckmühl
stattgefunden und waren denen von Marengo und anderen Aktionen, welche dieser
vorgingen oder folgten, unendlich überlegen.» Für die kämpfenden Offiziere und
Mannschaften war die Schlacht weniger erfreulich als für den Schlachtenlenker, der sich mit
einem ebenbürtigen Gegner maß. Eine feindliche Kartätschenkugel zerschmetterte dem
Hauptmann Graf Pestalozza den rechten Arm
570
. Er wurde später zum
Festungskommandanten auf dem Spielberge bei Brünn ernannt und diente bis 1851 als
Platzhauptmann dieser Stadt.
Tafel 127 Sofia Gräfin von Pestalozza geb Freiin von Gugomos
Der jüngste Sohn, Franz Anton Graf von Pestalozza (1787-1866), setzte die Dynastie fort. Auch
er war bayrischer Kämmerer. Er besaß auch die Güter Pirka und Arndorif in Alt-Bayern
sowie Zell und Geigant bei Waldmünchen in der oberen Pfalz. Seine Gattin, Sophie Freiin
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Für diese und die folgenden Angaben siehe: Genealog. Handbuch des in Bayern immatrikulierten Adels,
Bd. III, Schellenberg, 1952, S.66-73. Gothaisches genealog. Taschenbuch der gräflichen Häuser auf die Jahre
1857, 1894, 1910 und 1935 (Art. Pestalozza).
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Stammtafeln Pestalozza von Anton v. Sprecher, 1855, Manuskr.