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diesem Grad machte er mit dem Garderegiment die Feldzüge mit, in denen sich die
Schweizer in Frankreich neue Lorbeeren holten
604
.
Tafel 136 - Siegel des Marquis de Pestalozzi
Die Österreicher unter Khevenhüller waren in Lothringen, die Engländer im Elsaß
eingedrungen. Die französische Armee hatte in den Niederlanden wenig Erfolg, trotzdem sie
von dem ruhmreichen Feldherrn Moritz von Sachsen befehligt wurde. Das Kriegsglück
wendete sich aber in der berühmten Schlacht bei Fontenay. Die Schlacht ist in französischen
und englischen Schulbüchern bekannt, weil sie mit einer für das galante Jahrhundert
charakteristischen Szene eröffnet wurde. Am Morgen des 11.Mai standen sich das
französische und das englische Heer auf dem rechten Scheldeufer gegenüber. Die Franzosen
wurden vom Marschall von Sachsen geführt, aber auch König Ludwig XV. war beim Heer.
Die Engländer standen unter dem Kommando des Sohnes ihres Königs, des Herzogs
Wilhelm von Cumberland. Die französischen Schlachtreihen waren wie zur Truppenschau
aufgestellt, die Offiziere vor der Front. Da trat der englische Gardehauptmann Lord Charles
Hay vor, von französischer Seite der Grenadierleutnant Graf d‘Auteroche. Sie wie alle
übrigen Offiziere zogen ihre geschmückten Hüte, und der Franzose sprach: «Messieurs les
Anglais, tirez les premiers.» (Nach den englischen Schulbüchern soll diese chevalereske
Einladung zur Eröffnung der Schlacht vom Engländer aus ergangen sein!) Die folgende
Schlacht war furchtbar. Das Schweizergarderegiment, das im Zentrum des ersten Treffens
eingesetzt war, verlor allein dreihundert Mann. Endlich am Nachmittag war die Schlacht
zugunsten der Franzosen entschieden
605
. Unmittelbar nach dem Sieg wurden die
Schweizergarden nach Tournay in Flandern zurückkommandiert, um die Belagerung der
Festung fortzusetzen. César-Hipolite Pestalozzi stand nicht nur in den Laufgräben bei der
Belagerung dieser Stadt, sondern auch vor den Festungen Mann, Ypern und Freiburg und im
Gefecht von Richevaux. In diesen Feuerproben hat er den Wert seiner Schweizertruppe
schätzen gelernt. Am 2.Juli 1747 nimmt er an der Schlacht von Lawfeld an der Maas in
Flandern teil. Unter den Klängen des Bernermarsches haben die roten Schweizerbataillone
sechsmal angegriffen; fünfmal wurden sie unter schweren Verlusten zurückgeschlagen, bis
sie beim sechsten Sturm den Sieg gegen Engländer und Holländer errangen
606
. Im letzten Jahr
des Krieges nahm Pestalozzi an der Belagerung von Maastricht teil. Die Eroberung dieser
                                                
604
Zurlauben, a.a.O., Bd. I, 5. 178, Bd. II, S. 16. Leu, Lexicon helveticum, Bd. XIV, S. 443. May, Histoire
militaire des Suisses, Bd. I, S. 281, 282.
605
Vallière, a.a.O., S. 44l-446.
606
Vallière, a.a.O., S. 458.
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