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Der Bruder und Geschäftsteilhaber des Podestà von Mailand, Gaspare Pestalo&a (a 1777, ?
1864), hat um die gleiche Epoche sich als Richter bewährt; er war lange Zeit Mitglied des
Kassationshofes in Mailand. Ein anderer bekannter Richter in Mailand gehört einer späteren
Generation an. Filippo Pestalozza (? 1954) pflegte das Handelsrecht und publizierte über
dieses Gebiet verschiedene Aufsätze in juristischen Zeitschriften.
Tafel 140 – Prof. Uberto Pestalozza, geb. 1872, Rektor der Universität Mailand
Ein Neffe des Podestà von Mailand und Sohn Gaspare Pestalozzas, Alessandro Pestalozza (a
1819, ? 1902), hat sich als Wasserbauingenieur einen Namen gemacht. Er war bahnbrechend
für die Ausnützung von Alpenseen als Staubecken. Als erster nützte er den heimatlichen
Ortasee aus und schuf die Möglichkeit, die Wasserkräfte zu industriellen Zwecken
auszubauen. Er hat damit zur Gründung der dortigen blühenden Industrie erheblich
beigetragen. Von ihm stammen zahlreiche Gutachten, so beispielsweise eines über die
Regulierung des Wasserstandes des Comersees (1899). Seine Projekte für den Luganer- und
Comersee sind, mit gewissen Abänderungen, erst nach seinem Tode verwirklicht worden.
Als europäischer Pionier des Wasserbaus wurde er Mitglied der französischen Académie
d‘Agriculture. Er lebte in Mailand, und zu seinem Andenken ist dort eine Straße nach ihm
benannt. Auch sein Sohn, Luigi Pestalozza (? 1899), wurde Ingenieur. Er bekleidete den Grad
eines Genieobersten bei der Flotte und leitete als Direktor des Flottenarsenals von La Spezia
den Ausbau dieser Meeresfestung. Nach seinem Projekt und unter seiner Leitung sind die
großen Becken von Carenaggio für die Kriegsflotte gebaut worden. Ein Enkel des Ingenieurs
Alessandro, Antonio Pestalozza (a 1879), ebenfalls Ingenieur, hielt w
ährend zwei
Legislaturperioden das Amt eines Deputierten in der italienischen Kammer inne, nachdem er
vorher Ämter der Gemeinde und der Provinz verwaltet hatte. Er vertrat ursprünglich den
Wahlkreis Novara als Mitglied der Katholischen Volkspartei. Nach deren Verschmelzung mit
der Fascistischen Partei 1923 behielt er das Mandat als Mitglied der regierenden
Einheitspartei.
Einige Familienglieder haben ihrem Land, dem jungen italienischen Staat, auch in
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