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dem alten Stammbaum von 1659, ein Sohn des Ratsherrn Antonius (urk. 1383) und Enkel des
Ratsherrn Ser Andreinus Pestalozza (urk. 1334 bis 1352). Wir dürfen diese Abstammung als
richtig annehmen, denn der alte Stammbaum hat sich in jeder Beziehung als zuverlässig
erwiesen.
Tafel 011 - Pestalozzi Oldrati Wappen
Schon der Umstand, daß er, im Gegensatz zu vielen anderen Genealogien jener Zeit, auf jede
Konstruktion einer vornehmen Abstammung verzichtet, spricht für seine Glaubwürdigkeit.
Durch mehrere hundert dokumentarische Belege sind alle seine Angaben für das ganze 15.
und 16.Jahrhundert nachgewiesen und richtig befunden worden. Und selbst für das 1
4.Jahrhundert konnten die Angaben des Stammbaums in einzelnen Fällen durch die
aufgefundenen Urkunden belegt werden wie beispielsweise, daß der genannte Andreinus
der Sohn des Ser Petrus (1322) war. Da sich in keinem Fall ein Widerspruch des Stammbaums
mit den Urkunden ergeben hat, darf auch für diese beiden Generationen, deren Personen im
übrigen ebenfalls in den angegebenen Jahren bezeugt sind, die Geschlechterfolge des
Stammbaums zugrunde gelegt werden.
Ser Paolo Pestalozza wird l407
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erwähnt als Grundbesitzer in Tanno, einem Quartier
unmittelbar vor den Mauern Chiavennas. Er hatte drei Söhne: Antonio, Andrea und
Abondio. Der letztere, der um 1472 oder kurz vorher gestorben ist, war Notar und wurde
vielfach in Anspruch genommen als Mitglied des Rates und als Schiedsrichter. Er war 1467
Statthalter des Kommissars. Eine ähnliche Stellung nahm auch sein Sohn Notar Bernardino
ein, der 1493 Konsul von Chiavenna, 1499 Richter und 1529 Statthalter war. Dieser Magistrat
begnügte sich für die Ausübung seines Berufes nicht mit dem Notariatspatent der Gemeinde
Chiavenna. Er erwarb auch ein kaiserliches Notariatspatent und zeichnete von da an als
«imperiali auctoritate Notarius Cumarum». Der älteste Sohn des Ser Paolo, Ser Antonio, besaß
das Haus an der Brücke, das um 1450 neu erbaut worden war. An diesem Hause ließ sein
Urenkel Paolo Pestalozzi-von Salis Anno 1570 die Haustüre neu errichten mit der Inschrift:
«Nobilis Pauli Pestalozii Aedificium». Dort hatte nicht nur Ser Antonio und einzelne seiner
Nachkommen gewohnt. Auch der erwähnte Ser Abondio und seine Söhne hatten am Platz
bei der Brücke (prope plateam de Ponte, heutige Piazza Rodolfo Pestalozzi) ein Haus. Ihr
Gebäude wird auch als «Brotzoll» (datium panis) bezeichnet. Wahrscheinlich erhoben sie
dort Zollrechte auf Lebensmitteln.
Ser Antonio Pestalozza hatte ebenfalls drei Söhne. Der jüngste, Johannes Pestalozza, genannt
                                                
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Regesten der im Archiv des Geschlechtsverbandes derer von Salis befindlichen Pergamentsurkunden,
bearb. von P.Nicolaus von Salis-Soglio, Sigmaringen 1898, Nr. X, Doc. vom 2.12.1407.
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