Eine schöne Darstellung des Wappens gibt Dietrich Meyer in seinem Zürcher Wappenbuch
von 1605, wo es unter dem Stadtadel mit offenem Helm aufgeführt wird. Dann folgen die auf
den Porträts aufgemalten Wappen, so von der Hand des bekannten Zürcher Porträt- und
Wappenmalers Conrad Meyer 1651 auf dem Porträt des Zürcher Stammvaters und 1653 auf
demjenigen des Johann Anton Pestaluz-Schwyzer. Schließlich ist auch auf das Wappen im
gemalten Stammbaum von 1659 zu verweisen (Familienarchiv Zürich). Vom Jahre 1661
datiert das handgemalte Exlibris des Johann Anton Pestaluz in Amsterdam in seinem der
Burgerbibliothek Zürich gewidmeten Himmelsatlas (ZB Ms. T. 4) Erst um jene Zeit, nämlich
1668, erscheint in Zürich das erste Siegel auf dem Testament des bereits oben erwähnten
Hans Heinrich Pestaluz (1629-1691). Alle diese Darstellungen zeigen das gleiche Wappen
ohne alle Abweichungen.
Tafel 145 Adelsdiplom vom 16.Juli 1615
Dieses Stammwappen in seiner ursprünglichen Form ist auch in einem kaiserlichen Diplom
festgehalten worden. Am 22.September 1677 hat Johann Jakob Pestaluz (1638-1688) aus
Zürich von Kaiser Leopold einen Wappenbrief und die Erhebung in den Ritterstand
Böhmens erhalten. Daß in jener Urkunde die ganze Zeichnung heraldisch nach links, statt
wie üblich nach rechts, gerichtet ist, ist eine Freiheit, die sich der Künstler dieser prachtvollen
Miniatur genommen hat (Familienarchiv Zürich).
Während in Zürich das Wappen in Glas und auf Leinwand gemalt wurde, ist es in Chiavenna
in Bronze gegossen und in Stein gehauen worden.
Über dem Portal an der Hauptstraße (Nr. 15) mit der Inschrift «Daniele f. quo Giulio Pest.zi.
1617» (Stammtafel 3) ist das volle Wappen angebracht. Eine Kartusche mit dem Wappen und
den Initialen G. P. schmückt den Hausdurchgang des Palazzo Pestalozzi (Via Carlo Pedretti
128).
Auf dem reichen Renaissancefries eines Kamins sind zwei Vollwappen mit den Initialen P. P.
und A. P. ausgehauen. Das schöne Gesims befindet sich jetzt bei Alfred Pestalozzi in Zürich.
Auf den Marmorgedenktafeln zu San Lorenzo in Chiavenna und an der alten Kirche zu