Castasegna sind Glieder der verschiedenen Linien mit ihren Wappen vertreten.
Aus der Linie «de Luna» (Stammtafel 10), die anfänglich noch das einfache Stammwappen
führte, findet sich im Cortile zu San Lorenzo das Wappen des Hauptmanns Octavio
Pestalozza (1657), in Castasegna die Grabtafel für Sara Pestalozza (1665) und ihren Gatten,
Julius Pestalozza (1679), wobei das Wappen des letzteren den Löwen mit einer Krone
auszeichnet.
Zwei weitere Marmorgedenktafeln im Säulenhofe zu San Lorenzo erinnern an den
Erzpriester Hieronymus Pestalozza (1685) (Stammtafel 16) und dessen Onkel, Capitano
Giovanni Battista (1694). Die letzten Marmorwappen in dieser Reihe tragen den Namen des
Konsuls Dr. jur. Fioramante Pestalozza (Stammtafel 4) von 1686 und der Familie des
Capitano Andrea Pestalozza fil. q. Bartolomeo (Stammtafel 15) von 1687. Gern nimmt die
Inschrift Bezug auf das Schildbild; so wird zum letzterwähnten Wappen gesagt, daß der
Löwe mit dem einen Schlüssel die verstorbenen Familienglieder ins Grab schließe, ihnen
dann aber mit dem zweiten Schlüssel den Zugang zur Unsterblichkeit öffnen werde. Dem
Obersten Paulus Pestalozza (? 1655) (Stammtafel 7) ist die schöne Bronzetafel in der Capella
Pestalozzi gewidmet. Auch sie trägt ein gutgearbeitetes Relief des Vollwappens.
In der Kirche Castasegna ist die prunkvolle schwarz-goldene Gedenktafel des Ritters und
Gubernators Agostino Gadina di Torriani und seiner Frau Lidia Pestalozza mit einem
Wappen geziert, das von Gadina und Pestalozza quadriert ist. Am gleichen Ort ist das
Wappen des Gubertus Pestalozza (? 1693, Stammtafel 3) mit dem poetischen Hinweis, wie
der Löwe mit dem Schlüssel anzeige, daß Gubertus, ins Grab geschlossen, auch die Linie
seiner Familie abgeschlossen habe.
Aus dem 17.Jahrhundert ist ein Siegel erhalten, das der Linie Pestalozza zu Luzein und
Tagmersheim zugehört und ebenfalls noch das einfache Stammwappen zeigt. Es wurde noch
1685 von Johann Anton Pestalozza (? 1712) gebraucht, trägt aber die Initialen F.P., gehörte
daher wahrscheinlich ursprünglich seinem Großvater, Franciscus Pestalozza-von Salis
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Als weiteres Beispiel des Gebrauchs des Stammwappens in Zürich sei auf das repräsentative
«Pestaluzzen-Stuck» im Landesmuseum hingewiesen, wo der Stifter auf dem Kanonenrohr
sein Wappen anbringen ließ. Modernere Glasscheiben, der Stammbaum von 1780,
Zunfttafeln, Wappenbücher und Gebrauchsgegenstände legen aus späteren Zeiten Zeugnis
vom Gebrauch unseres Wappens ab. Den historisch wichtigsten Platz nimmt aber das Siegel
des Ratsherrn Johann Jakob Pestaluz ein, das dieser am 3.Oktober 1798 auf die
Freilassungsurkunde des Thurgaus und damit auf den letzten Staatsakt der alten
Eidgenossenschaft setzte. Wie damals in der Schweiz üblich, trat das persönliche Siegel des
Vertreters der obersten Landesbehörde an die Stelle eines Staats-siegels. Dieses Siegel zeigt
wie einige andere den Löwen als Schildhalter.
Varianten
Bei einzelnen Wappenträgern sind gelegentlich Varianten in der Wappendarstellung
vorgekommen. Diese bilden aber die große Ausnahme. Weitaus die Mehrzahl der
Familienglieder -
in Zürich überhaupt alle -
haben sich an das auf Seite 354 dargestellte
Stammwappen gehalten.
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Staatsarchiv Neuburg a. d. Donau, Akt 5231, Bl. 160.