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vermehrten Wappen gesiegelt
643
. Ebenso sein Bruder Peter Pestalozza (1685)
644
, während der
dritte Bruder, Johann Anton, zu gleicher Zeit das einfache Wappen brauchte. In der nächsten
Generation führte Julius von Pestalozza noch gelegentlich das alte Stammwappen im
Siegel
645
, aber in der Grabkapelle für seine Familie in Tagmersheim von 1725 hat endgültig
das vermehrte Wappen Eingang und Darstellung gefunden. Dieses erscheint denn auch in
der Ahnenprobe des Karl Ludwig von Pestalozza (a 1779) f
ür die Aufnahme in den
Malteserorden 1792. Dieses Wappen ist auch im Reichsgrafendiplom vom 2.September 1790
bestätigt worden. Naturgemäß wurde dabei dem Schild eine neunzackige Grafenkrone
aufgesetzt.
Ein auffallend vielgestaltiges barockes Wappen erhielt ein Enkel des Paulus Pestalozza de
Luna, Caesar Maria von Pestaluzzi und Sondereck, in seinem Freiherrendiplom von Kaiser
Leopold am 18.September 1680
646
Tafel 150 - Verschieden Pestalozza Wappen
647
 
Das seinem Großvater verliehene Wappen ist auf ein Herzschildchen reduziert, wobei der
eine Schlüssel verschwindet und die goldenen Querbalken nur noch weiß als Schildhaupt
und -fuß erscheinen. Dieser Herzschild liegt auf einem quadrierten Wappen: im ersten Feld
in Gold ein gekrönter schwarzer Adler, im zweiten Feld in Silber ein gepanzerter Arm mit
goldenem Kommandostab, im dritten, roten Feld ein nackter Arm mit einem silbernen
Schlüssel; das letzte, blaue Feld hat ein goldenes Obereck und erinnert (mit verkehrten
Farben) an das Wappen der Familie Zollikofer von St. Gallen, der die Mutter des Frei
herrenstandserwerbers entstammte. 
Das Wappen hat drei Helme mit den Heimzieren, die dem zweiten und dritten Feld sowie
dem Herzschild entsprechen.
Ein anderer Enkel des Paulus Pestalozza de Luna, Stefan Pestaluzzi in Wien, führte 1696 das
Wappen, das sein Großvater erhalten hatte, jedoch mit der Änderung, daß als Stammwappen
auf der linken Schildhälfte dasjenige aus dem Gutenzeller Wappenbuch erscheint, mit roten
Querfäden und dem Adler im Schildhaupt
648
.
                                                
643
Bayer. Staatsarchiv, Neuburg a. d. Donau, Akt Pfalz-Neuburg, N 5231, Bl. 27.
644
Ebenda, Bl. 160 v.
645
Rhät. Museum, Chur, Siegelsammlung, P. 20 (1708), und Sammlung Caviezel, Nr. 960.
646
Abschrift im Familienarchiv Zürich, I B, Nr. 21.
647
Wappen nach del Diplom 1680, nach dem Freiherren Diplom 1716, Wappen der Churer Linie und nach
dem Wappenbrief 1817
648
Siehe oben, Anm. 9. Siebmacher Wappenbuch, 4. Band, 4. Abt., niederösterreich. Adel, bearb. v.J. E.
Kirnbauer von Erzstädt, Nürnberg 1909, und 4.Band, 15.Abt., Ungarn, bearb. v. Csergheö und Nagy, 1893
(Art. Pestalozzi). F.K. Wissgrill im Jahrbuch des Vereins Adler in Wien, III. Jahrg., 1876, S. 79.
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