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Schon der Gründer hatte sich im Laufe der Jahre ganz auf den Seidenhandel und den Export
der in Zürich verarbeiteten Seidenwaren eingestellt. Die Beziehung zum Herzogtum Venedig
wurde eifrig gepflegt. Hand in Hand damit gingen auch Bankgeschäfte, da es damals bei uns
noch keine eigentlichen Banken gab. So hatte die Firma 1606 größere Guthaben beim
Schwager des Stammvaters, Ludwig von Muralt in Bern, geltend zu machen, wobei die
Pestaluzzen darauf hinwiesen, daß sie gerade in diesem Zeitpunkt ihre Kapitalien für die
eigene Firma benötigten.
Tafel 014 - Handlungszeichen der Firma A. Pestalozzi und der Firma Joh. C. Pestalozzi & Gebrüder
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Um die gleiche Zeit hatten sie auch in Zürich Kapitalien aufgenommen. Andere
Verbindungen des Zürcher Hauses gingen nach Basel und Straßburg, wo sie Florett und
blaue Leinenware auf die Messe brachten
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. Als gewandte Kaufleute haben sie das Bedürfnis
der Käufer wahrgenommen, denn es ist anzunehmen, daß die Elsässer «Waggis» schon
damals blaue Leinenkittel getragen haben. So nutzten sie ab und zu die Gelegenheit, außer
Seide auch andere Textilwaren, wie Baumwolle, zu handeln. Zeitweise beauftragten sie
Einkäufer von solchen in der Ostschweiz, so im damals zürcherischen Städtchen Stein am
Rhein
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. Für die Handelsfirma Battier in Basel und andere Häuser besorgten sie den Einkauf
der Seide in Bergamo.
Der Seideneinkauf in Oberitalien war das Hauptgeschäft des Hauses Pestalozzi. Hier wurde
ihre Handelstätigkeit zum Anlaß weitreichender handeispolitischer Verhandlungen.
Zwischen der Eidgenossenschaft und hier vor allem der Handelsstadt Zürich und dem
Herzogtum Mailand war es zu ernsten Konflikten gekommen, weil der dortige Machthaber,
der spanische Gubernator Graf Fuentes, sich weigerte, den Zürcher Kaufleuten gleiche Rechte
zu gewähren wie den Reichsdeutschen. Durch Zollbelastungen wurden die Schweizer schwer
benachteiligt. Sie mußten daher nach einem Ausweg suchen und fanden diesen, indem sie
ihre Einkäufe in das Gebiet Venedigs verlegten. Durch die Starrköpfigkeit Fuentes‘ wurden
                                                
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1664, (St. A. Zch. Ratsurkunden B V. Bd. 39, S. 79)
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Staatsarchiv Zürich: Ratsmanual 301, S. 16 (13.2.1608); Missiven B IV, 64, S.38 (5.7.1606) und S.155/156
(2.8.1606); Ratsurkunden B V, Bd.50, S.114 (5.9.1604); Missiven B IV, 66, S.323 (24.12.1608).
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Staatsarchiv Zürich, Missiven B IV, 71, S.239 (30.5.1612).
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