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die Schweizer Kaufleute auf den Weg nach Bergamo verwiesen. Sie konnten erreichen, daß
im damals bündnerischen Gebiet die Straße über Morbegno im Veltlin ausgebaut wurde, also
eine Verbindung von Chiavenna nach Bergamo unter Umgehung des mailändischen
Gebietes. Diese direkte Verkehrsverbindung wurde «Passo di San Marco» bezeichnet.
Zunächst war am 15.August 1603 ein Bündnisvertrag zwischen den drei Bünden und
Venedig zustandgekommen. Gleichzeitig war ein Handeiskrieg zwischen Bünden und
Mailand ausgebrochen. Naturgemäß hatte diese handelspolitische Umstellung zunächst die
schwersten Folgen für die Stadt Chiavenna. 
Tafel 015 – Der Zürcher Stammvater Johann Anton Pestalozzi, 1537-1607.
Gemalt von Conrad Meyer 1653.
Padavino, der bekannte venetianische Gesandte in Zürich, berichtete an seine Regierung
ausführlich über die wirtschaftlichen Folgen für «Chiavenna, wo normalerweise alle
Kaufmannswaren zusammenkommen, die an die verschiedenen Plätze in Deutschland,
Flandern und Lothringen bestimmt sind», aber auch für das Bergell, dessen Säumer damals
jährlich rund 60000 bis 70000 Saumlasten transportierten, sowie für Como, das durch die
Maßnahmen Fuentes‘ vom Verkehr mit Bünden nun abgeschnitten war.
Nun war auch für Zürich der Zeitpunkt gekommen, seine Handelsbeziehungen zum
venezianischen Gebiet politisch zu festigen. Das Verdienst an diesem diplomatischen Werk
fällt dem Staatsmann Leonhard Holzhalb zu, 1609-1617 Bürgermeister von Zürich, der von
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