Navigation bar
  Home Print document Start Previous page
 69 of 407 
Next page End 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74  

 69
II. - ERSTE AUSBREITUNG
Franziskus-Stamm
105
Um die Mitte des 17.Jahrhunderts hatte sich die Zürcher Familie in drei Stämme geteilt, von
denen jeder von einem Sohn des Stammvaters ausging. Heute leben in männlicher Linie nur
noch Nachkommen des zweiten Sohnes Andreas.
Wenden wir uns zunächst den Kindern des Ältesten, Franziskus Pestaluz-Keller (1573-1617),
zu. Sie waren alle beim Tode des Vaters noch minderjährig.
Tafel 022 - Pestalozzi-Hartmann Wappen
Wenig später starb auch sein jüngster Sohn Hans im Alter von dreiundzwanzig Jahren, seine
älteste Tochter Magdalena und deren Ehemann, Leutnant Hans Jakob Berger; alle im gleichen
Jahr 1629, einem Pestjahr.
Auch der Sohn Franz (1604-1639) wurde nicht alt. Er war als Kaufmann ausgebildet und der
Zunft zur Saffran beigetreten. Er hatte die Tochter des angesehenen Baumwollfabrikanten
Rudolf Hartmann in der Schipfe, Esther Hartmann, geheiratet und wohnte mit seiner Familie
im Hause zum goldenen Schwert, Ecke Elsässergasse l/Marktgasse 14. Wie alle Mitglieder
der Handelsfirma Pestalozzi mußte auch er hin und wieder nach Italien reisen. Auf einer
Reise dorthin ertrank er in der reißenden Landquart. Er wurde in Igis begraben, und an der
Kirche wurde die Inschrift angebracht: 
Franciscus Pestalozza
civis Tigurinus genere et virtute nobilis
rapido Landquartae cursu abreptus
pro Italia coelum adiit
8.Juli 1639 aetatis 35.
Hic mortalitatis sarcinam deposuit.
Er hinterließ ein Töchterlein Esther (1637-1708). Sie vermählte sich 1656 mit dem Kaufmann
Hans Ulrich Hess zum Goldstein (1619-1687), der in Lyon Domizilrecht erworben hatte und
mit seinen Brüdern das dortige Filialgeschäft «Gebrüder Hess» weiterführte
106
.
                                                
105
Stammtafel 19
106
Staatsarchiv Zürich, Ratsurkunden B V, Bd.65, S. 283 (24.3.1647), und Bd.68, S. 187 (2.9.1647).
Previous page Top Next page