sich die Darstellung zur Hauptsache auf die Lebensskizzen einzelner hervortretender
Persönlichkeiten, wobei selbstverständlich die jetzt Lebenden nicht behandelt werden.
Im dritten Teil wurde der Versuch unternommen, die Zweige des Geschlechts in den
verschiedenen Ländern Europas darzustellen, in erster Linie auch die Schicksale der Stämme
in der alten Heimat Chiavenna, wo bis in die vorige Generation noch Glieder der Familie
Pestalozzi wohnten.
Die Stammtafeln enthalten alle mir bekannten Träger des Namens in den verschiedenen
Ländern, soweit sie im genealogischen Zusammenhang faßbar waren. Um die Tafeln nicht
allzu umfangreich und unübersichtlich werden zu lassen, sind nur Jahreszahlen, keine
Tagesdaten angegeben und die in früherer Zeit so zahlreichen, jung verstorbenen Kinder
weggelassen worden, außer in der nächsten Familie des Pädagogen. Die Stammtafeln
umfassen insgesamt 1970 Personen, nämlich 896 männliche Familienangehörige, 349
Ehefrauen, 456 Töchter und 269 Schwiegersöhne. Statistisch lassen sich diese Tafeln nur sehr
bedingt verwerten, da aus den früheren Zeiten zur Hauptsache nur die Namen der Männer
bekannt sind. Für das Aufsuchen einer Person, im Text oder in den Stammtafeln, sei auf das
ausführliche Register am Schluß verwiesen.
Die mittelalterliche Geschichte mußte an Hand der in verschiedenen Archiven zerstreuten
Akten von Grund auf erarbeitet werden. Ebenso beruht die spätere Behandlung der
Pestalozzi in Chiavenna, der Zweige in Chur, Deutschland, Österreich und Frankreich auf
eigenem Quellenstudium. Bei der Weitläufigkeit der Materie konnte allerdings für die
abgelegenen Linien nicht überall bis auf die archivarischen Grundlagen zurückgegriffen
werden; das Bild mußte daher teilweise Skizze bleiben.
Die Hauptquelle für die Darstellung der Zürcher Familie bildet das 1780 angelegte
Familienbuch, das in den Jahren 1918 bis 1920 durch den bekannten Genealogen Dr. Hans
Hess-Spinner auf Grund der Kirchenbücher und Bevölkerungsverzeichnisse ergänzt und
untermauert worden ist. Ferner standen mir Auszüge aus Akten des Staatsarchivs zur
Verfügung, die auf Veranlassung eines früheren Familienchronisten erstellt worden waren.
Die Familiengeschichte, die von Dr. Emil Pestalozzi-Pfyffer im Jahre 1876 als Studie verfaßt
und dann 1900 für die Familie gedruckt worden war, ist sehr summarisch und überholt; sie
hat mir aber vor Jahren recht eigentlich die Anregung gegeben, die Sammlung von Material
für eine umfassende und über Zürich hinausreichende Darstellung zu unternehmen. Die
Ereignisse unserer Zeit, die so viele Zeugnisse der Vergangenheit zerstört haben, gaben dann
den Anlaß, das Vorhandene ans Licht zu heben und in einem Buche festzuhalten.
Für besonders wertvolle Hilfe bei der Durchsicht der mittelalterlichen Archivbestände danke
ich dem Direktor des Staatsarchivs in Como, Professor Matteo Gianoncelli, der in
liebenswürdiger Weise zahlreiche Urkunden der Archive in Chiavenna, Como und Sondrio
ausgezogen hat. Für freundliche Unterstützung bei der Sammlung von Material bin ich den
Leitern der Zentral-Bibliothek, des Staats- und des Stadtarchivs in Zürich sowie der Archive
in Chur und in Neuburg a. d. Donau verpflichtet. Herr Siegfried Pestalozzi-Bühler hat in
verdankenswerter Weise die Biographie seines Vaters, des Musikers und Pfarrers Heinrich
Pestalozzi, beigetragen. Herrn Dr. Anton Pestalozzi-Henggeler danke ich für einige
interessante Hinweise, Herrn Henry Pestalozzi-Binney für die Erstellung zahlreicher
Photographien und Herrn Architekt Giovanni Pestalozza in Rom für alle Angaben über den
in Italien lebenden Familienzweig aus Vacciago dOrta. Eine Anzahl von Mitgliedern der