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Gelegenheit innert benannter Zeit sich wiederum allhier in unsere Stadt begeben, als
andere Bürger sich drinnen aufhalten, und ihres Bürgerrechtes teilhaftig werden mögen,
jedoch in dem übrigen unserer Stadt Rechte, Satz und Ordnungen in alle weg ohne
Nachteil und Schaden
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Der älteste Sohn von Conrad Pestalozzi-van Oss, Dietrich Pestalozzi, oder, wie er in den
holländischen Akten genannt wird, Dirk van Oss Pestalozzi (1660-1700), hatte das
Handelshaus an der Keizersgracht übernommen. Das Haus besorgte für Schweizer Firmen
Briefe und Geldsachen. Reisende Zürcher Kaufleute und Studenten besuchten es gerne. Dirk
Pestalozzi vermählte sich 1682 mit Catharina Longespee aus Harlem, einer Tochter des
Nicolaus Longespee und seiner zweiten Frau Josina Bortens in Harlem. Das Ehepaar
Pestalozzi-Longespee hatte zwei Kinder. Seine Tochter Gertrud Johanna Pestalozzi heiratete
1707 den Kaufmann Daniel Camerling von Heusden, der in der Heerengracht von
Amsterdam wohnte. Während von diesem Paar heute noch Nachkommen in Holland leben,
ist über die Kinder des Sohnes Jacob Pestalozzi (geb. 1684) nichts bekannt
126
. Von ihm wissen
wir nur, daß er 1714 für sich und «seine Kinder» das Burgerrecht in Zürich bestätigen ließ.
Mit ihm scheint kurz darauf dieser Zweig der Pestalozzi in Amsterdam ausgestorben zu sein;
denn die später in Holland auftauchenden Pestalozzi gehörten anderen Linien an und waren
nur im Kriegsdienst dorthin gekommen.
Limmatburg
Der zweitälteste Sohn Johann Anton Pestaluz-Schwyzers, Caspar Pestaluz (1619-1697), war
nach längerer kaufmännischer Ausbildung in der Fremde nach Zürich zurückgekehrt.
Trotzdem auch er 1654 der vornehmen Gesellschaft zur Constaffel beigetreten war, heißt es
von ihm: er war «seiner Profession ein Zuckerbeck». Er wohnte in dem Hause vor dem
Niederdörfler Tor, das sein Vater von Johann Anton Pestaluz dem Jüngern erworben hatte.
Bei der Erbteilung 1677 übernahm Caspar dieses Haus, dessen Name ursprünglich «Zur
Eich» gelautet hatte und später in den vornehmeren «Zur Limmatburg» umgewandelt
worden war. Das Haus mußte dann beim Ausbau des heutigen Centralplatzes weichen.
Aus seiner Ehe mit Anna Töucher hatte Caspar Pestaluz zwölf Kinder. Seinen Söhnen ließ er
die Schulbildung angedeihen, die damals für Zürcher Burgersöhne üblich war. Wir finden sie
in den Examenlisten der Schola Tigurina jeden zu seiner Zeit verzeichnet
127
. Auch in dieser
Familie erscheint, wie schon in der vorigen Generation, der Zug in die Weite. Zwei Söhne,
Hans Heinrich (1654-1682) und Caspar (1655-1680), zogen nach Frankreich und starben im
Alter von nur fünfundzwanzig und achtundzwanzig Jahren, beide in Bordeaux.
Das Haus zur Limmatburg übernahm der älteste Sohn, Johann Anton (1652-1704), und nach
dessen kinderlosem Tod der jüngste, Bernhard Pestaluz (1674-1705). Auch dieser war wie sein
Vater ursprünglich bei der Constaffel eingetreten (1693), er wechselte dann aber fünf Jahre
später zur Zunft zur Saffran über, wo die dem Handeisstand angehörenden Pestalozzi alle
noch zünftig waren. Seine Frau war Catharina Ziegler, die Tochter des Landshauptmanns zu
                                                
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Hans Pestalozzi, Historisches zur Frage der Unverlierbarkeit des Schweizer Bürgerrechts, Schweiz.Juristen-
zeitung 1945, 41.Jahrgang, S.3l6 f. Staatsarchiv Zürich, Ratsmanual 536, S.3 (13.7.1667); 644, S.98
(12.12.1694); Ratsurkunden B V, Bd.94, S.64 (12.12.1694); B V, Bd. 109, S.11 (12.9.1714).
126
Die genealogischen Angaben aus Amsterdam wurden vom Bureau international d‘études généalogiques et
héraldiques, Im Haag, durch Prof. Max Huber mitgeteilt.
127
Staatsarchiv Zürich, Album in Tigurina Schola Studentium, Jahre 1668, 1670.
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