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Sax, Hans Jakob Ziegler. Sie überlebte ihren Mann um mehr als fünfzig Jahre
128
.
Wie wir gesehen haben, hatte sich ein weiterer Sohn Johann Anton Pestalozzi-Schwyzers,
Hans Jacob (1628-1672), zeitweise ebenfalls in Amsterdam als Kaufmann betätigt. Er war
ebenfalls Zünfter zur Saffran. Seine Frau, Elisabeth Gosswyler, die Tochter des Hans Conrad
Gosswyler, Zwölfer zur Saffran und Kaufmann «Zum kleinen Pfauen», und der Barbara
Collin, erscheint als elfjähriges Mädchen auf einem interessanten Zürcher Familienbild. Es ist
das Bild des Landvogts Bodmer im Schloß Greifensee mit all seinen Kindern und
Stiefkindern. Barbara Collin hatte in zweiter Ehe den Landvogt Bodmer geheiratet, so kam
die kleine Elisabeth Gosswyler aufs Schloß Greifensee. Hans Jacob Pestaluz-Gosswyler
wohnte zunächst (1663) im Haus zu allen Winden an den Obern Zäunen, später zog er in die
Nähe seines Vaters, ins Haus zum Streit an der Froschaugasse. Am 9.Januar 1668 wurde er
zum Richter des freien Stadtgerichtes gewählt. Er war damit der erste der Familie, der ein
öffentliches Amt in Zürich bekleidete. Das Stadtgericht bestand aus dem Schultheißen und
zwölf Richtern. Es gab Stethrichter, Mittel-und neue Richter, so genannt nach dem
Wahltermin und-turnus. Das Stadtgericht beurteilte in erster Instanz vermögensrichterliche
Streitigkeiten und «Auffälle» (Konkurssachen). Pestaluz war als Mittelrichter gewählt
129
. Er
ließ sich in der feierlich schwarzen Zürcher Amtstracht mit dem «Mühlesteinkragen»
porträtieren.
Von seinen Töchtern heiratete Elisabeth einen Kaufmann in Ulm, Bartholomäus Häusler,
während Catharina die Ehefrau eines Zürchers wurde, um den sich ein abenteuerlicher
Nimbus verbreitet hatte. Von ihrem Manne, Hans Rudolf Kitt zum Elsasser (gest. 1727),
wurde berichtet:
«Er hatte sehr weite Reisen in das Mittägige America gemacht und sich darinnen in einiche
Königreiche und Länder weit hineingewaget.»
Eine vornehme Hochzeitsgesellschaft
Im Frühjahr 1659 fand in Chur ein Verlobungsfest statt, das ein besonderes Ereignis in der
Geschichte unserer Familie bedeutete weil es drei verschiedene Linien des Geschlechtes die
zu ganz verschiedenen Zeiten aus Chiavenna ausgewandert waren, vereinigte.
Der Bräutigam war Rudolf Pestaluz (1632-1700), der jüngste Sohn Johann Anton Pestaluz-
Schwyzers.
Tafel 027 - Pestalozzi von Pestalozza Wappen
Auch er war in Genf zum Kaufmann ausgebildet worden und nach erreichter Volljährigkeit
                                                
128
Staatsarchiv Zürich, Ratsmanual 894, S.35 (26.2.1757).
129
Staatsarchiv Zürich, Ratsurkunden B V, Bd. 76, S.473 (25.11.1665); Auszug aus den Richtbüchern B VI, 22
(1668, 1669).
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