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und Vorschriften abfinden, die jedem ein bestimmtes und begrenztes Tätigkeitsgebiet
vorbehielten. In der Zürcher Miliz leistete Hans Heinrich Pestaluz Dienst bei der Kavallerie.
Als er 1 709 Leutnant wurde, ordnete der Rat eine Untersuchung an, weil der Verdacht laut
geworden war, er habe seinen Rittmeister bestochen, und deswegen habe dieser ihn «bei der
Bestellung der Lieutenance» einem andern vorgezogen. Das Verfahren endete aber mit seiner
Rechtfertigung, denn schon drei Jahre darauf ernannte ihn der Rat zum Rittmeister im
Regensberger Quartier. Er ist somit der erste, der in der Zürcher Milizarmee ein militärisches
Kommando ausübte
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.
Zwei Töchter Rudolfs waren unverheiratet geblieben, Catharina (1660-1707) und Anna
Rosina (1665-1724), die den Namen ihrer österreichischen Großmutter erhalten hatte und als
letzte dieses Zweiges starb. Ihr Erbe wurde von der Familie von Rosenroll in Thusis in
Anspruch genommen, nach dem Stadtrecht von Zürich wurden jedoch die Verwandten der
väterlichen Seite bevorzugt, wenn wie hier das Erbgut ursprünglich vom Vater stammte
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.
Die Nachkommen Andreas Pestaluz-Heideggers
Die männliche Nachkommenschaft des zweiten Sohnes des Zürcher Stammvaters, Andreas
Pestaluz-Heidegger (1581-1646), ist weitaus am zahlreichsten. Von ihm stammen auch alle
heute noch lebenden Zürcher Pestalozzi ab. Bis ins 19.Jahrhundert hinein widmeten sie sich
in ihrer großen Mehrheit dem Kaufmannsberufe. Sie setzten in verschiedenen Häusern die
kaufmännische Tradition fort, vor allem im Seidenhandel.
Tafel 028 - Pestalozzi-Heidegger Wappen
Sie pflegten die angebahnten Beziehungen mit Bergamo eifrig weiter. Wohl in keiner Familie
ist das traditionsgebundene Element dieser Beziehungen so lange erhalten geblieben.
Während dem 17. und 18.Jahrhundert sind die meisten Familiensöhne während kürzerer
oder längerer Zeit in jener Stadt ausgebildet worden oder haben dem dortigen Zweiggeschäft
vorgestanden. Je älter die Privilegien wurden, um so unantastbarer und wertvoller waren sie.
Zweifellos hat im Leben manches Pestaluzen der Aufenthalt in jener Stadt des lebensfrohen
Herzogtums Venedig einen angenehmen Ausgleich geschaffen zu der puritanischen und
hausbackenen Lebensweise Zürichs. Was andere Zürcher in einem Ferien- und
Badeaufenthalt in Baden suchten, das fanden sie ganz natürlich in der Stadt Bergamo. Voll
Bewunderung schreibt denn ein Verwandter, der Kunstmaler Balthasar Bullinger aus Zürich,
in seiner Selbstbiographie bei der Beschreibung seiner Reise nach Venedig, wo er bei dem
                                                
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Staatsarchiv Zürich, Ratsmanual 705, S.188 (13.11.1709) und 717, S.69 (21.11.1712).
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Staatsarchiv Zürich, Ratsmanual 768, S.48 (5.9.1725); Akten Graubünden, Mappe 18 (17/6.8.1725, 27.8.1725,
1.9.1725).
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