III. - NEUN HÄUSER IM ALTEN ZURICH
Die Pestaluzen im Weissen Turm
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Bürgermeister Hans Heinrich Rahn (1593-1669) war der dritte der zürcherischen
Staatsoberhäupter, mit denen die Familie Pestalozzi in enge Beziehung kam. Nachdem
Bernhard von Cham, Bürgermeister von 1560 bis 1571, der Lehrmeister des Stammvaters
gewesen, Johannes Keller vom Steinbock, Bürgermeister 1594 bis 1601, der Schwiegervater
seines ältesten Sohnes geworden, wurde Hans Heinrich Rahn Schwiegervater eines seiner
Enkel.
Tafel 029 - Pestalozzi-Rahn Wappen
Er war der Sohn des Bürgermeisters Hans Rudolf Rahn (1560-1627) und widmete sich schon
früh dem Staatsdienst. Von 1629 bis 1651 war er Obmann Gemeiner Klöster, d.h. Verwalter
der Staatsdomänen, und wurde am 13.November 1655 zum Bürgermeister gewählt als
Nachfolger seines verstorbenen Bruders Hans Rudolf. In die ersten Monate seiner Regierung
fiel der Rapperswiler Krieg. Er wurde gerühmt für seine Güte und Mildtätigkeit. Seine Frau
Ursula geb. Escher vom Glas schenkte ihm dreizehn Kinder. Seine Tochter Regula Rahn
heiratete 1646
Hans Conrad Pestaluz
(1616-1686).
Dieser war der zweite Sohn Andreas Pestalozzi-Heideggers. Er hatte die Schulen Zürichs
durchlaufen und war dann als Vertreter der Firma «Joh.Anton Pestaluz Erben» in Bergamo
tätig gewesen und als Leiter des dortigen Geschäftes auch nach Venedig gekommen
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. Nach
seiner Rückkehr wurde er in die Zunft zur Saffran aufgenommen. Er wohnte zunächst als
Mieter in der «Froschau», gegenüber dem Stammhaus zum Brünneli. Später siedelte er über
in den «Weißen Turm».
Das Haus zum Weißen Turm, heute Brunngasse Nr.4, hatte Franz Orelli dem Älteren gehört.
Es befand sich eine Seidenmühle in diesem Haus, die Franz Orelli seinem Vetter Johannes
von Muralt (1577-1645) zur Benützung überlassen hatte. Johannes von Muralt, der mit einer
Tochter des Cornelius Toma verheiratet war, hat somit in diesem Hause 1611 die Seidenfirma
von Muralt begründet, die ein Jahr später in das Haus an der Sihl übersiedelte und sich in
den folgenden Jahrzehnten zum führenden Zürcher Seidengeschäft entwickelte. Das Haus
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Stammtafel 20
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Staatsarchiv Zürich, Album in Tigurina Schola Studentium (1628); Ratsurkunden BV, Bd. 84, S. 315
(14.9.1639).