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zum Weißen Turm kaufte Andreas Pestaluz-Heidegger am 29.September 1618 von Franz
Orelli
141
. Nach seinem Tode übernahmen seine fünf Söhne Andreas in der Froschau, Hans
Conrad im Weißen Turm, Caspar, Hans Rudolf und Hans Heinrich das Geschäft des
Stammvaters und gaben ihm die Firma «Andreas Pestaluz und Gebrüder». Die Brüder
Caspar (1618-1673) und Hans Heinrich (1629 bis 1691) waren unverheiratet. Der letztere hielt
sich, nach einer Ausbildungszeit in Lyon bei den Kaufherren Hans und Hans Ulrich Hess,
meistens in Bergamo auf. Dort hat er 1668 ein Testament errichtet zugunsten seiner Brüder
142
.
Sein Wappen ist auf einer Grisaillesscheibe von 1685 erhalten.
Tafel 030 – Johann Heinrich Pestaluz zum Brünneli, 1714-1760..
Schon im Jahre 1657 trennte sich der älteste Bruder Andreas von seinen Gesellschaftern. Die
vier anderen führten das Geschäft darauf unter der Firma «Hans Conrad Pestalozzi und
Gebrüder im Weißen Turm» weiter. Hans Conrad Pestaluz-Rahn übernahm die Leitung. Er
gründete als Zweiggeschäft die Firma «Johann Conrad Pestalozzi in Bergamo». Diese Firma
besorgte auch Kommissionsgeschäfte für Zürcher Seidenfirmen. Als Kommissionär der Firma
Gebrüder Muralt sendet Johann Conrad Pestalozzi zum Beispiel «Strusi» (Strusfiorett) aus
Bergamo. Seine Unterschrift und seine Kaufmannsmarke findet sich auf einer Attestation
zürcherischer Kaufleute von 1664, die nach Lyon bestimmt war
143
. Seine guten Beziehungen
zu den venezianischen Behörden wurden auch vom Zürcher Rat in Anspruch genommen, als
es galt, Pensionenbeträge für Zürich in der Lagunenstadt geltend zu machen.
«Weis und maaß aber, wie das gelt heruß zu bringen, mit wenigstem abbruch, (wird)
                                                
141
Zürcher Taschenbuch 1945, S.5l. Staatsarchiv Zürich, B VI, 343, Gemächtsbuch, Bl. 187 r.
142
Familienarchiv Zürich, Zentralbibliothek 1/8 (1668).
143
Staatsarchiv Zürich, Ratsurkunden B V, Bd. 39, S.79 (12.5. 1664). Sieveking, Zur Zürcher
Handelsgeschichte, Jahrbuch f. Schweizer Geschichte, 1910, S. 112.
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