starb schon mit siebzehn Jahren. Die Tochter Ursula war zuerst mit Leutnant Bernhard
Usteri, dem Pfister, nachher mit Hauptmann Hans Georg Wolf, dem Zuckerbeck, verheiratet.
Tafel 033 Hans Conrad Pestaluz, 1777-1819.
(Sohn des Johann Conrad Pestaluz-Hirzel zum Brünneli).
Der jüngste Sohn Hans Heinrich Pestaluz-Holzhalbs, Andreas, widmete sich dem geistlichen
Stande. Er ist der Großvater des Pädagogen Heinrich Pestalozzi, und wir werden die
Schicksale dieser Familie im Zusammenhang mit dessen Lebensbild betrachten.
Im «Weißen Turm» blieben die Nachkommen des zweiten Sohnes Hans Conrad Pestaluz-
Rahns, Hans Rudolf Pestaluz (1655-1734). Nach seiner Rückkehr aus der Fremde war dieser
1688 Zünfter zur Schuhmachern geworden. Er befolgte dabei die Tendenz der Kaufleute, die
auf Handwerkerzünften bessere Möglichkeiten für ihre Karriere erhofften als auf der
Saffranzunft. Der Wechsel der Zunft brachte aber in diesem Falle weder ihm noch seinen
Söhnen irgendeinen Erfolg. 1690 wurde er vom Kaufmännischen Direktorium zum Sensal
gewählt
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. Er erbte nach dem Tode seines Vaters 1686 das Haus zum Weißen Turm.
Seine Frau Jakobea Amsier, die Tochter des Stadtschreibers von Aarau, schenkte ihm vier
Töchter und einen Sohn. Die Töchter heirateten alle in bedeutende Zürcher Geschlechter.
Regula wurde die Gattin des Ratsherrn Leonhard Ziegler (1675-1756) im Pelikan. Jakobea
heiratete Johann Heinrich Holzhalb (gest. 1740), den Landschreiber zu Knonau, Susanna den
Junker Heinrich Edlibach (gest. 1751), Quartierhauptmann und Achtzehner zum Rüden. Die
jüngste, Anna Barbara, vermählte sich mit Rudolf Pestaluz im Mohrenkönig (1709-1742).
Sein Sohn Johann Rudolf Pestaluz (1704-1783) war wie sein Vater Seidenhändler und Zünfter
auf der Schuhmachern. Er war einer der Gründer der Società di San Marco im «Venedigli».
Nach dem Tode seines Vaters 1734 trennte sich Rudolf Pestaluz von seinem Onkel. Die alte
Firma wurde unter dem Namen «Hans Conrad Pestaluz und Söhne beim Brünneli» in das
alte Stammhaus zurückverlegt, während im «Weißen Turm» die Firma «Hans Rudolf Pestaluz
beim Weißen Turm
» verblieb. Er ließ an diesem Hause 1735 den Erker anbauen, der heute noch
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Staatsarchiv Zürich, Akten des Kaufmännischen Direktoriums (18.2.1690).