Über dieser vielseitigen Tätigkeit hat er das Seidengeschäft nicht vernachlässigt. Schon 1829,
noch zu Lebzeiten seines Vaters, war auch sein Sohn Hans Caspar Pestalozzi-Ramuz (1792-1861)
als Teilhaber in die Firma aufgenommen worden und 1832 auch sein zweiter Sohn,
Hans
Conrad Pestalozzi-Hirzel (1793-1860). Diesem zürcherischen Wirtschaftspolitiker und
Regierungsrat wird ein besonderer Abschnitt gewidmet. Hans Caspar Pestalozzi-Ramuz
kaufte am 2.März 1860 vom Kanton Aargau das altberühmte Schloß Lenzburg, das nach
seinem Tode sein Sohn Konrad Pestalozzi-Scotchburn bewohnte. Dieser verkaufte die
Besitzung im Jahre 1872 an Dr. Friedrich Wedekind aus San Franzisko, den Vater des
Dichters Frank Wedekind.
Tafel 038 Sara Pestalozzi, geb. Hirzel
Als diese letzten beiden Teilhaber der alten Seidenfirma, Pestalozzi-Ramuz und Pestalozzi-
Hirzel, in den Jahren 1860 und 1861 starben, blieb nur noch der Schwager Hans Conrad
Pestalozzi-Hirzels, Hermann Hirzel-von Meiss, übrig, der 1852 Associé geworden war. Er
wandelte die Firma, die als «Seidenhandlung» im Ragionenbuch aufgeführt wird, in eine
Kommanditgesellschaft um. Kommanditäre wurden die beiden Schwiegersöhne des
Regierungsrates Johann Conrad Pestalozzi-Hirzel, Edmund Bourgeois-Pestalozzi und
Heinrich Bodmer-Pestalozzi zur Arch. Aber schon acht Jahre später starb Hermann Hirzel,
und am 24.März 1869 wurde die alte Firma gelöscht. Neun Generationen von Seidenherren
hatten sie geführt, und alle hatten bei der Zürcher Kaufmannschaft in hohem Ansehen
gestanden. Acht davon waren die Pestaluzen im Brünneli gewesen.
Die Froschau
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Gegenüber dem Stammhaus zum Brünneli geht es durch ein breites Tor in einen Hof, der von
drei alten, weiträumigen Gebäuden umschlossen ist. Dieser Gebäudekomplex, ursprünglich
als Frauenkloster St.Verena gebaut, hatte nach der Aufhebung des Klosters von dem alten,
berühmten Buchdrucker-geschlecht der Froschauer den Namen «Zur Froschau» erhalten.
Später erhielt auch die alte, kleine Brunngasse zwischen dem «Brünneli» und der «Froschau»
die Bezeichnung Froschaugasse.
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Stammtafeln 18 und 26